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Pharmaindustrie gegen "Positivliste"

Gesundheitspolitik

Die Pharmaindustrie bekräftigt ihre Kritik an der sogenannten "Gesundheitsreform" von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Die Pläne führten zu einer Mehrbelastung für die Patienten und zu schlechteren Leistungen, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Cornelia Yzer, am Mittwoch im Deutschlandradio Berlin. Besonders negativ sei die Positivliste für Arzneimittel zu beurteilen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen eingeführt werden solle, sagte Yzer. Sie stelle eine Hürde für neue Medikamente dar und verhindere, dass Schwerstkranke die bestmögliche Therapie erhielten.

Yzer kritisierte auch die Pläne der Ministerin zur Einführung eines Zentrums für Qualität in der Medizin. Dies habe zur Folge, dass der Zugang zu neuen Arzneimitteln auf Monate verzögert werde. Erfahrungen mit einer solchen Instanz in Großbritannien hätten gezeigt, dass Patienten bis zu 30 Monate länger auf neue Medikamente warten müssten: "Patienten haben in der Krebstherapie, wenn es also um lebensbedrohliche Krankheiten geht, 18 Monate warten müssen." Das sei für eine Frau, die Brustkrebs hat, eine viel zu lange Wartezeit.

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