Hintergrund
Indien ist wichtigster wirtschaftlicher Partner Deutschlands in Asien
Indien ist zudem eines von 21 "Schwerpunktpartnerländern" Deutschlands in der Entwicklungszusammenarbeit. In dem Land leben nach wie vor 400 Millionen Menschen in Armut. Deutschland will nach offizieller Lesart "helfen, die Zahl der Armen bis 2015 um die Hälfte zu reduzieren". Im Dezember 2002 wurden in diesem Zusammenhang Indien Mittel in einer Gesamthöhe von 85 Millionen Euro zugesagt.
Auch die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Indien haben sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Der asiatische Staat betrachtet Deutschland als wichtigen Partner bei der Suche nach seiner neuen weltpolitischen und regionalen Rolle. Für den Ausbau der Beziehungen wurde 1991 die Deutsch-Indische Beratungsgruppe ins Leben gerufen. Ein weiterer bedeutsamer Schritt war die im Mai 2000 beschlossene "Agenda für die Indisch-Deutsche Partnerschaft im 21. Jahrhundert".
Seit dem Abschluss eines Kulturabkommens 1969 gibt es Kulturkonsultationen, Projekte und Austauschprogramme zwischen beiden Ländern. In Indien gibt es derzeit sechs Goethe-Institute. Das Indische Kulturzentrum befindet sich an der Indischen Botschaft in Berlin.
Die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit koordiniert das "Indo-German Committee on Science and Technology". 1998 vereinbarten beide Länder zudem zwei Austauschprogramme. Derzeit laufen über 100 gemeinsame Forschungsprojekte zwischen Indien und Deutschland. Rund 200 Wissenschaftler reisen jährlich in das jeweils andere Land. Unter anderem durch den Einfluss von Bildungsmessen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Neu Delhi verdoppelte sich die Zahl indischer Studenten an deutschen Hochschulen in den vergangenen Jahren auf über 2000.
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Am 28. Mai. 2003 unter:
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