Kalte Winter und Verkehr
Erneut mehr Treibhausgas-Emissionen in der EU
Den Hauptanteil der Treibhausgas-Emissionen machte mit 82 Prozent der Gesamtemissionen Kohlendioxid (CO2) aus. Der Anteil stieg zwischen 2000 und 2001 um 1,6 Prozent. Um den selben Wert stiegen sie auch gegenüber 1990. Korrigierte Zahlen zeigen, dass sich die CO2-Emissionen bereits 2000 auf dem Niveau von 1990 hielten. Ursprünglich war man optimistischer und ging für das Jahr 2000 von eine Senkung von 0,5 Prozent gegenüber 1990 aus. Die größten CO2-Emissionsanstiege verzeichneten Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die CO2-Emissionen durch Strom- und Wärmeproduktion stiegen zwischen 2000 und 2001 um 1,5 Prozent, jene aus dem Transport um 1,3 Prozent.
Einen starken Emissionsanstieg gab es mit einem Plus von 7,3 Prozent in Finnland und 4,8 Prozent in Österreich. Ersten Analysen zufolge ist der Anstieg teilweise auf den kalten Winter, aber auch auf weniger Regen, der die Wasserkraftproduktion in beiden Ländern beschränkte, zurückzuführen. Sowohl Österreich als auch Finnland erhöhten folglich den Einsatz fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeproduktion. Irland, Spanien und Portugal sind nach der Bestandsaufnahme am weitesten vom EU-Ziel entfernt. Allein in Irland sind im Vergleich zum Referenzjahr 1990 die Emissionen um 31 Prozent gestiegen. Erlaubt wären 13 Prozent im Zeitraum 1990 bis 2008 - 2012.
Die EEA wird die Analyse über Emissionszahlen und Trends sowie aktuelle Prognosen für 2010 im Herbst dieses Jahres publizieren.
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Am 06. Mai. 2003 unter:
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