Kampagne zum Umstieg auf Ökostrom
Stromsektor kann in 50 Jahren CO2-frei sein
Mehr als ein Drittel der weltweit vom Menschen erzeugten CO2- Emissionen ist auf die Stromversorgung zurückzuführen. Die Verbrennung von kohlenstoffreichen Energieträgern wie Stein- und Braunkohle zur Stromerzeugung führt weltweit jährlich zu einem Ausstoß von rund 24 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. "RWE, Vattenfall, E.ON und andere Energiekonzerne sind nicht nur Teil des Problems, bei ihnen liegt zugleich der Schlüssel zur Lösung der Klimaproblematik ," betonte Jennifer Morgan, Direktorin der WWF Klimaprogramms. Durch strategische Entscheidungen hin zu mehr Effizienz und sauberen Energien können sie den Weg in eine CO2-freie Energie-Zukunft weisen.
Deutschland komme bei der europäischen Energiewende eine Schlüsselrolle zu. Die deutschen Energieversorger RWE und E.ON gehören zu den ganz Großen der Branche. Etwa zehn Prozent des deutschen Kohlendioxid-Ausstoßes gehen z.B. allein auf das Konto von RWE. "Die EVUs haben die Chance, sich vom Schmuddelkind zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu entwickeln", erläuterte Regine Günther vom WWF Deutschland. Die Entscheidung über die Energieversorgung von morgen werde heute getroffen. Der WWF fordert die Energieunternehmen auf, ihre Rolle als Klimaschützer wahrzunehmen: "Rund die Hälfte der deutschen Kraftwerke muss im nächsten Jahrzehnt aus Altersgründen vom Netz. Es wäre ökonomisch unsinnig und ökologisch fatal, die alten Anlagen durch neue CO2-Schleudern zu ersetzen", so Regine Günther.
Die Forderungen der Klimaschützer werden von Teilen der Energiewirtschaft bereits umgesetzt. Neun Energieversorger haben sich schon jetzt der WWF-Initiative "Power Switch!" angeschlossen. Zu den Pionieren der Initiative - die aber teils auch nur Töchter von großen Stromkonzernen sind - gehören EWS Schönau, HEAG NaturPur AG, LichtBlick, MVV Energie AG, NaturEnergie AG, Naturstrom AG, N-ERGIE AG, Stadtwerke Hannover AG, Unit(e). Sie investieren in eine umweltfreundliche Infrastruktur, steigen aus nicht nachhaltiger Energieerzeugung aus und bieten ihren Kunden "grüne" Stromprodukte.
Zum Auftakt der Kampagne machte der TV-Meteorologe Jörg Kachelmann auf die Notwendigkeit einschneidender Klimaschutzmaßnahmen aufmerksam. "Spätestens nach der verheerenden Flut im vergangenen Jahr müssen wir einsehen, dass der Klimawandel keine ferne, theoretische Möglichkeit, sondern bereits bittere Realität ist. Klimatische Veränderungen lassen sich nicht über Nacht stoppen, sie wirken über Generationen. Es ist also höchste Zeit zum Handeln."
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Am 06. Mai. 2003 unter:
arbeitStichworte:
« Erneut mehr Treibhausgas-Emissionen in der EU
Europäisches Musikfestival der Sinti und Roma in Berlin »

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