Im Kaufrausch

Saban will auch DSF

Haim Saban hat nach Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) ein verbindliches Angebot für das Deutsche Sportfernsehen (DSF) abgegeben. Demnach soll der US- Milliardär mehr bieten als die Essener Handelskette Karstadt-Quelle, die gemeinsam mit Partnern rund 20 Millionen Euro bezahlen will. Die Entscheidung, wer entgültig den Zuschlag erhält, soll spätestens nächste Woche fallen. Saban hat bereits einen Kaufvertrag für die Sendergruppe ProSiebenSat.1 unter Dach und Fach.

Sein Konzept für DSF sehe eine enge Kooperation mit Sat.1 vor, wo zurzeit noch die Fußball-Bundesliga und Spitzensport zu sehen sind, so die Zeitung. DSF solle demnach weiterhin Zweitliga-Spiele sowie andere Sportarten wie Handball und Basketball bringen. Zudem könnte DSF als Dienstleister für Sat.1 agieren. Ein Nachziehen von Karstadt-Quelle , um Saban zu überbieten, ist laut SZ nicht zu erwarten. Das Handelshaus betrachte sein Konzept demnach als überzeugender. DSF solle als eigener Sender erhalten bleiben. Teleshopping-Sendungen würden zudem für eigene Sportartikel werben, vor allem im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Karstadt-Quelle hat sich für den Fall der Übernahme von DSF bereits die TV- Rechte gesichert.

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