Rodung der Urwälder
Greenpeace-Proteste gegen Handel mit Holz aus Liberia
Offermann ist einer der größten deutschen Importeure und Verarbeiter von afrikanischem Urwaldholz. Das Unternehmen bezieht auch große Mengen Holz aus Liberia - unter anderem von den Schwesterfirmen OTC und RTC, deren Geschäftsführer Gus Kouwenhouven laut UN-Berichten in den Waffenhandel verstrickt ist und dafür sogar seine Holztransporter zur Verfügung stellt.
"Dem schmutzigen Geschäft der Firma Offermann mit Liberia ist jetzt durch den UN-Beschluss ein Riegel vorgeschoben worden", sagt Sandra Pfotenhauer, Waldexpertin bei Greenpeace. Offermann müsse nun umdenken und dürfe auch aus anderen afrikanischen Ländern kein Holz aus Urwaldzerstörung mehr kaufen. Denn auch in Ländern wie Kamerun, Kongo oder Gabun richte die Nachfrage nach Urwaldholz große ökologische und soziale Schäden an: In Kamerun beispielsweise werde über die Hälfte der Stämme illegal geschlagen.
Das Holzembargo gegen Liberia sehen die Umweltschützer auch als Erfolg der Greenpeace-Kampagne zum Schutz der letzten Urwälder. Im März 2002 hatte Greenpeace schon einmal zehn Tage bei Offermann protestiert. Damals weigerte sich der Geschäftsführer Jürgen Offermann, auf die
Greenpeace-Forderungen einzugehen. "Dabei ist eine Alternative vorhanden," sagt Sandra Pfotenhauer, die auch damals mit Offermann verhandelte: "Holz aus ökologisch und sozial nachhaltiger Waldwirtschaft mit dem Siegel FSC." FSC steht für Forest Stewardship Council (Weltforstrat). Mit diesem Siegel zertifiziertes Holz gibt es zwar noch nicht aus Afrika, aber aus zahlreichen anderen Waldregionen der Welt.
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Am 07. Mai. 2003 unter:
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