Vorbeugung und Betreuung

20 Milliarden für Begleitkrankheiten von Alkoholikern

Alkoholassoziierte Krankheiten kosten Deutschland rund 20 Milliarden Euro pro Jahr. Rund sieben Millarden Euro betragen die Aufwendungen für Behandlung und Betreuung. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Freien Universität Berlin hervor. Zum direkten Ressourcenverbrauch von knapp 7,9 Milliarden Euro trügen hauptsächlich stationäre und ambulante Behandlungen und Rehabilitation sowie Vorbeugung und Betreuung bei. Hinzu kämen die indirekten Kosten, die zum Beispiel durch Arbeitsunfälle, Sachschäden und Krankentransporte entstehen.

Der direkte Ressourcenverlust von über zwölf Milliarden Euro werde vor allem durch den Arbeitsausfall, die Frühberentung und den Tod Erwerbstätiger bestimmt.

Den Hauptanteil der Kosten verursachten Männer, da sie häufiger als Frauen zu riskantem Alkoholkonsum neigen und gleichzeitig ein höheres Durchschnittseinkommen erwirtschafteten. Auch bei den direkten Kosten der Rehabilitation verbuchten Männer den Hauptanteil: Männer seien durchschnittlich 14 Tage länger als Frauen in der Entwöhnungsbehandlung. Weiters zeigten die Auswertungen über Mortalität und Morbitität, dass Alkohol in riskanten beziehungsweise gefährlichen Mengen vor allem in mittleren Lebensjahren konsumiert werde. Nach sozialen Schichten konnten Horch und Bergmann zwar nicht unterscheiden, entsprechend dem Ressourcenverbrauch verursachte der besser verdienende Alkoholiker jedoch deutlich höhere ökonomische Belastungen als der "arme Schlucker".

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