Irak
Erste Hilfe für Zootiere in Bagdad
"Die Zustände sind katastrophal, die verbliebenen Tiere in einem sehr schlechten Zustand", schildert Dr. Amir Khalil von Vier Pfoten e. V. die Situation. Fachgerechte Hilfe brauchen vor allem die verbliebenen Raubtiere: zehn Löwen, zwei Asiatische Tiger, zwei Geparden und zwei nur notdürftig untergebrachte Bären. Mit Hilfe des US-Militärs ist jetzt die alte Bärenanlage notdürftig saniert worden. Die beiden Bären werden heute, Freitag, unter Narkose medizinisch versorgt und wieder in ihr angestammtes Gehege übersiedelt. "Wir werden auch die anderen Tiere untersuchen, behandeln und wieder in größeren Gehegen unterbringen", beschreibt Khalil die weitere Vorgehensweise.
Eines der Hauptprobleme in Bagdad ist die zusammengebrochene Stromversorgung. Futtermittel können daher nur kurze Zeit gelagert werden. Vier Pfoten e. V. will deshalb schnellstmöglich die Mittel für einen Generator, Kühlschränke, Futter und Transportfahrzeuge zusammentragen und wenden sich mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichkeit.
"Als Tierschutzorganisation ist es unsere Aufgabe, den wenigen verbliebenen Tieren schnell zu helfen. Es darf nicht passieren, dass die Tiere im Zoo von Bagdad nach Beendigung der Kämpfe weiter hungern, dursten und elendig zu Grund gehen", betont Dr. Marlene Wartenberg, Geschäftsführerin von Vier Pfoten e. V.
Vier Pfoten e. V. sind eine internationale Tierschutzorganisation mit Landesorganisationen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Bulgarien und Rumänien sowie Projekten in aller Welt.
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Am 09. Mai. 2003 unter:
welt-onlineStichworte:
« Blumen aus fairem Handel schützen Menschen und Natur
Immer mehr Braunkohle zur Stromerzeugung - Klima weiter angeheizt »
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