Durchsuchungen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen

213 Waffen und kistenweise Munition bei Razzien gefunden

Bei Hausdurchsuchungen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stendal einer der "größten Waffenfunde der Nachkriegszeit" gelungen. Die Funde hätten einen solchen Umfang, dass sie durchaus als "spektakulär" bezeichnet werden können, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecherin Harda Battermann-Jannsen am Dienstag in Stendal. Bei dem Großeinsatz, der bereits in der Nacht zu Freitag erfolgte, seien insgesamt 213 Waffen gefunden worden. Unter anderem hätten die insgesamt 300 beteiligten Beamten Maschinengewehre und -pistolen, Granaten, Hieb- und Stichwaffen sowie kistenweise Munition sichergestellt.

Ein Teil der Waffen sei in Osteuropa produziert worden. Nach Angaben der Sprecherin wurden mehrere Wohnungen, Garagen sowie zwei Motorradclubs durchsucht. Insgesamt seien acht Deutsche im Alter zwischen 30 und 47 Jahren festgenommen worden. Gegen drei Verdächtige sei mittlerweile Haftbefehl erlassen worden. Ein vierter Haftantrag werde geprüft. Zwei der Verdächtigen seien einschlägig vorbestraft, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Vor welchem Hintergrund die "Waffenansammlung erfolgt sei, müsse noch genauer geprüft werden", betonte Battermann-Jannsen. Für einen terroristischen Zusammenhang gebe es bislang aber "keine Anhaltspunkte".

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