Gorilla im Sägewerk
Proteste gegen Handel mit Urwaldholz
Am Mittellandkanal gegenüber dem Firmengelände richteten die Umweltschützer einen Infopunkt ein, mit dem die Bevölkerung am Abend mit zu einem Vortrag und einer Filmvorführung zum Thema informiert werden soll.
„Skrupellos wird hier tagtäglich Holz aus Urwaldzerstörung und Holz von Waffenschiebern gesägt“, sagt Iris Menn, Waldexpertin von Greenpeace. "Den schmutzigen Geschäften deutscher Holzimporteure und Händler wie Offermann muss endlich Einhalt geboten werden.“ Die Politik müsse starke Importkontrollen und Gesetze schaffen, so dass jederr belangt werden könne, der mit Holz aus illegalen Quellen und aus Urwaldzerstörung handele.
Die EU-Kommission hat bereits am 21. Mai 2003 einen Aktionsplan vorgeschlagen, mit dem sie dem illegalen Holzeinschlag und dem Handel mit Holz aus Konfliktregionen wie zum Beispiel in Afrika begegnen will. Greenpeace kritisiert jedoch, dass der Plan ist völlig unverbindlich und damit wirkungslos sei. Daher müsse die Bundesregierung sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, den Aktionsplan zu verschärfen. Auch für Deutschland sei ein Importgesetz unerlässlich. „Offermann und andere Importeure von Urwaldholz müssen endlich umdenken und auf Holz aus ökologisch und sozial nachhaltiger Waldwirtschaft setzen“, sagt Iris Menn.
Zu erkennen ist dieses Holz am Siegel des Forest Stewardship Council (FSC). Das FSC-Siegel garantiert, dass bei der Holzgewinnung keine Urwälder zerstört werden. Auch der Verbraucher kann so erkennen, ob er Holz aus Urwaldzerstörung oder nachhaltiger Waldnutzung kauft.
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Am 11. Jun. 2003 unter:
arbeitStichworte:
« Bevölkerungswachstum verursacht Artensterben
Kämpfe vertreiben Einwohner aus Liberias Hauptstadt »

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