Walfang
Japaner sollten sich wegen Quecksilberbelastung vom Walfleisch verabschieden
Clare Perry, Leiterin der EIA Walkampagne, sagt "die japanische Regierung weiß seit mehreren Jahrzehnten von dem gefährlichen Quecksilbergehalt in Walen, Delphinen und Tümmlern, es wurden aber dennoch keine Maßnahmen ergriffen, den japanischen Konsumenten zu schützen."
Wale, Delphine und Tümmler sind besonders empfänglich für Schadstoffe wie Quecksilber, weil sie lange leben und sich ganz oben auf der Nahrungskette befinden. Quecksilber greift das Nervensystem an, und Wissenschaftler haben festgestellt, daß sogar niedrigere Konzentrationen erhebliche Schäden verursachen können. Besondere Gefahren birgt diese Schadstoffkonzentration für schwangere Frauen und deren Babys sowie für Kleinkinder.
Einem japanischem Zeitungsartikel zu Folge, entscheidet die japanische Regierung momentan darüber, welche Maßnahmen nötig sind, um die Öffentlichkeit vor den Gesundheitsgefahren von Quecksilber in Fischpopulationen zu warnen. Bisher hat die Regierung jedoch noch keine Schritte diesbezüglich unternommen, obwohl der Quecksilbergehalt zehn bis hundert Mal höher ist als üblich bei Fischen.
Die EIA drängt die japanische Regierung auf ein sofortiges Verkaufsverbot von Wal-, Delphin- und Tümmlerprodukten; auf eine öffentliche Gesundheitswarnung daß schwangere und stillende Frauen diese Produkte nicht essen sollten; und auf ein Gesamtverbot des "Küstenwalfangs". Clare Perry sagt, "So lange Wale, Delphine und Tümmler in Japan's Küstengebieten gejagt werden, wird deren Fleisch und Speck für die japanische Öffentlichkeit erhältlich sein. Die Mehrheit der Japaner ist nicht darüber informiert, woher diese Produkte kommen und daß sie Giftstoffe enthalten. Die Bevölkerung sollte nicht durch diese unerklärliche Politik der Regierung zum kommerziellen Walfang in Gefahr gebracht werden."
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Am 12. Jun. 2003 unter:
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