Walschutz
Berliner Initiative verabschiedet - Alle Risiken für die Meeresriesen im Visier
Unmittelbar nach der Abstimmung kam es zum Eklat. Die Walfangstaaten Japan, Norwegen und Island zeigten sich als schlechte Verlierer und behielten sich ausdrücklich vor, diesen Beschluss nicht zu unterstützen und seine Umsetzung nicht zu finanzieren. Damit stellen diese Länder nach Ansicht des WWF einmal mehr unter Beweis, dass sie kein echtes Interesse am Schutz der Wale haben.
Die Berliner Initiative sieht vor, unter dem Dach der IWC ein neues Gremium zu etablieren, das sich neben dem zunehmenden Walfang den größten Bedrohungen für Wale annimmt: Beifang in Fischernetzen, zunehmenden Walfang, Verschmutzung der Meere, Klimawandel und Gefährdung durch Unfälle mit Schiffen. Mexiko hatte die Bildung eines solchen Gremiums im Vorfeld der diesjährigen IWC-Konferenz vorgeschlagen. Unterstützt wurde die Initiative von walschutzfreundlichen Ländern wie Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten.
"Mit diesem Votum hat sich die IWC aus ihrem jahrelangen Winterschlaf befreit und eine zukunftsweisende Entscheidung in eine neue Ära für die Wale getroffen. Der Profitgier der Walfangländer hat dieser kluge Schritt einen deutlichen Riegel vorgeschoben. Endlich erkennt die Konvention an, dass auch Kleinwale wie Delfine und Tümmler durch die IWC geschützt werden müssen", sagt Volker Homes weiter.
Die IWC wurde bereits 1946 gegründet, lange bevor viele der Probleme, die die Wale heute bedrohen, überhaupt bekannt waren. Sie ist derzeit das einzige weltweite Gremium, das sich für den Schutz aller Arten der Walfamilie vor allen Bedrohungen einsetzen kann und muss sich daher nach Ansicht des WWF diesen aktuellen Herausforderungen stellen.
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