Flüchlinge und Regenzeit

Lage im Kongo verschärft sich

Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich weiter. Nach dem Einrücken der französischen Truppen in Bunia würden andere Orte zu Zielen der verfeindeten Parteien der Hema und Lendu. In Mahagi, einer Kleinstadt 200 Kilometer nördlich von Bunia, seien nur noch marodierende Truppen, berichtet der Malteser Auslandsdienst. Unzugänglich sei auch die Zentral-Apotheke der Malteser in Mahagi. Um die Bevölkerung dennoch mit Medikamenten zu versorgen, werde der Nachschub neu organisiert.

"Die Stadt ist leer, alle Einwohner sind ins Umland geflüchtet", berichtet Dr. Alfred Kinzelbach, Regionalkoordinator des Malteser Auslandsdienstes. Zwei der dortigen sechs Mitarbeiter der Hilfsorganisation seien ins Umland geflohen. "Wir wissen nicht genau, wo sie sich aufhalten", so Kinzelbach besorgt.

Während der jetzt beginnenden Regenzeit sinken die Temperaturen nachts auf unter 15 Grad. Heftige Regenschauer setzen den durch die Flucht ohnehin geschwächten Menschen weiter zu. "Die

Zahl der schweren Atemwegserkrankungen nimmt zu", warnt Kinzelbach.

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