25.000 Quadratkilometer kleiner
Amazonas-Regenwälder fallen für Soja
"Eigentlich sollte die Rodung im südlichen Amazonasgebiet zurückgehen anstatt zu wachsen", so Mario Monzoni, Projekt-Koordinator der Umweltorganisation Friends of the Earth in Brasilien. Die Gründe für die rasche Zerstörung des Waldes lägen darin, dass Soja den Bauern verhältnismäßig große Gewinne verspreche und vor allem für einen Aufwärtstrend in der brasilianischen Handelsbilanz sorge.
Umweltschützer werfen den lokalen Behörden vor, Gesetze zum Schutz des Regenwaldes zu ignorieren. Die Mitte-Links Regierung unter Präsident Luiz Inacio Lula da Silva habe bereits angekündigt, neue Vorschläge gegen den drohenden Verlust der Wälder zu unterbreiten. Die neue Umweltministerin und ehemalige Kampagnerin Marina da Silva erklärte gegenüber BBC, dass ihr selbst die Hände gebunden seien: Einerseits habe Brasilien Millionen Dollar für die Satellitenüberwachung des Regenwaldes investiert, andererseits fehle Umweltschutzorganisationen und lokalen Umweltbehörden oft das Geld um Treibstoff für Autos und Motorboote zu kaufen. Dadurch könnten illegale Schläger und Bauern, die geschützte Wälder rodeten häufig nicht belangt werden. Aber auch auf nationaler Ebene würden brasilianische Gesetze mit zahlreichen Schlupflöchern und korrupten Beamten dafü sorgenr, dass Umweltverbrecher häufig gar nicht belangt werden könnten.
Internationale Umweltorganisationen warnen vor dem Schaden, den weitere Schlägerungen in dem fragilen Ökosystem anrichten würden. Die Urwälder Amazoniens beherbergten etwa 30 Prozent aller auf der Erde vorkommenden Tiere und Pflanzen. Immer noch seien Tausende Lebewesen im größten Regenwald der Erde unerforscht und wissenschaftlich unbeschrieben.
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Am 27. Jun. 2003 unter:
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« Chemierecht schützt den Menschen nicht
Lehrer haben immer weniger Zeit für Schüler »
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