Wahlen auf den Balearen
Ökosteuer auf Mallorca droht das Aus
Dabei habe die gegenüber den Kurtaxen klassischer deutscher Tourismusorte durchaus moderate Abgabe ihren Sinn und Zweck erfüllt, nämlich die massiven Schäden, die durch die jährlichen Touristenströme entstehen, durch gezielte Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen wieder auszugleichen, so die Stiftung. Innerhalb eines Jahres seien durch die Ökosteuer rund 17,2 Millionen Euro eingenommen worden. Ein Großteil der 70 geplanten Projekte sei mittlerweile angelaufen. Mit Hilfe der Abgabe habe man etwa wertvolle Biotope wie die Dünenlandschaft Son Serra de Marina im Norden der Insel oder einen naturbelassenen Küstenstreifen in der Bucht von Alcudia gekauft und unter Schutz gestellt. Verschiedene Hotelruinen, welche die Landschaft verschandelten, seien entfernt und das Radwegenetz ausgebaut worden.
Auch die Bauern hätten durch eine Subventionierung ökologisch verträglicher Anbaumethoden von den Touristen-Millionen profitiert. Nach Angaben der ehemaligen grünen Umweltministerin Margalida Roselló rechnete die Regierung für 2003 mit etwa 35 Millionen Euro Ökosteuer-Einnahmen. Neben den zahlreichen laufenden Projekten sollte das Geld für die Müll- und Altlastenentsorgung an der Playa de Palma eingesetzt werden.
"Die auf den Balearen eingeführte sogenannte ,Ecotaza' hat für den gesamten Mittelmeerraum Vorbildcharakter", erläutert der Präsident der Umweltstiftung Euronatur, Claus-Peter Hutter. Es wäre ein „Verbrechen an dem Naturerbe der Balearen“, sollten die angefangenen Projekte jetzt abgebrochen und alte Umweltsünden wiederholt werden. Für naturinteressierte Touristen würde die Insel damit enorm an Wert verlieren, befürchtet Hutter.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 27. Jun. 2003 unter:
arbeitStichworte:
« USA blockieren Reform der Weltbank
Chemierecht schützt den Menschen nicht »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
