Rentenreform

Streiks gegen Sozialabbau behindern Bahn- und Flugverkehr in Europa

Streiks gegen die geplanten Reformen des Rentensystems in Österreich, Frankreich und Italien haben am Dienstag den Luft- und Bahnverkehr von und nach Deutschland erheblich beeinträchtigt. Die Lufthansa sagte 97 der 138 geplanten Flüge nach Frankreich ab, weil dort die Fluglotsen den Dienst verweigerten. Betroffen von den Ausständen waren auch die Fluggesellschaften Alitalia und Air France. Die Deutsche Bahn (DB) strich nach Angaben einer Unternehmenssprecherin rund 50 Fernzüge nach und über Österreich.

Den Fahrgästen empfahl die Bahn, ihre Reise möglichst zu verschieben oder auf die nicht betroffenen Regionalzüge umzusteigen. Die Lufthansa setzte für ihre restlichen Flüge nach Frankreich größere Maschinen ein. Alitalia verschob einen Teil der Deutschland-Verbindungen auf die Zeit nach Ende des vierstündigen Streiks. Im Gegensatz zum inneritalienischen Flugbetrieb seien die Strecken von und nach Deutschland aber nur gering betroffen gewesen, hieß es.

Sowohl in Frankreich als auch in Österreich richten sich die Streiks gegen die geplanten Reformen des Rentensystems. In der Alpenrepublik stand Dienstagfrüh nach einem Bericht des Österreichischen Rundfunks nahezu das gesamte öffentliche Leben still. Züge, Busse und Straßenbahnen blieben in den Depots. Das befürchtete Verkehrschaos blieb jedoch aus, weil sich viele Bürger rechtzeitig nach Alternativen umgesehen hatten.

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