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Globale Erwärmung lässt Pflanzen wachsen
"Die Studie sieht die globale Erwärmung als Hauptgrund für die Zunahme des Wachstums", so Studienleiter Ramakrishna Nemani von der Universität von Montana in Missoula. Im Zeitraum 1980 bis 2000 wurden die höchsten Temperaturen gemessen: Drei El-Nino-Perioden (1982-83, 1987-88 und 1997-98) sowie Veränderungen der tropischen Regenperioden und Monsum-Dynamik konnten die Forscher feststellen. Auch die globale CO2-Zunahme von 9,3 Prozent trage zum Pflanzenwuchs bei.
Auch frühere Studien von Ranga Myneni von der Boston University und Compton Tucker vom NASA-Goddard-Space-Flight- Center hätten ergeben, dass die Wachstumszeit und die Biomasse von Waldgebieten in der Subarktis deutlich zunahm. Charles Keeling von der Scripps Insititution for Oceanography in La Jolla, Kalifornien warnt jedoch vor verfrühten Hoffnungen. "Niemand weiß, ob das Phänomen auf kurzfristige klimatische Zyklen oder langfristigen globalen Klimaänderungen zurückzuführen ist", so Keeling.
Miteinzubeziehen in die Rechnung sei auch das Bevölkerungswachstum von 4,45 Miiliarden im Jahr 1980 auf 6,08 Milliarden im Jahr 2000. "Das ist eine Steigerung von 36 Prozent. Dieses Faktum überschattet das Wachstum der Vegetation", erklärt der Forscher. Die globale Erwärmung habe weitreichende klimatische Veränderungen gebracht: so verschwanden über weiten Teilen Amazoniens die Nebelwolken, in Indien wurde der Eintritt des Monsun verlässlicher.
Nemani und sein Forschungsteam haben aus Satellitendaten eine globale Karte mit der "Netto-Primär-Produktion" von Pflanzen (NPP), der Vegetation und der Absorption der Sonneneinstrahlung erstellt. NPP ist die Differenz zwischen dem CO2, das von den Pflanzen absorbiert wird, und dem CO2, das die Pflanzen wieder abgeben. NPP ist die Grundlage für Lebensmittel, Fasern und Brennstoffe pflanzlicher Herkunft. Nach Schätzungen der Experten nutzen Menschen etwa 50 Prozent der globalen NPP.
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Am 06. Jun. 2003 unter:
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