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ngo-online intern

Willkommen im Sommerloch

Liebe Leserin, lieber Leser, willkommen im Sommerloch: Bis zum 10. August befindet sich die ngo-online-Redaktion im Urlaub. Daher werden Sie in dieser Zeit nur vereinzelt neue Beiträge bei ngo-online finden.

Trockenheit

Bodenschonende Verfahren gegen Wasserknappheit

Nach den Überschwemmungen des letzten Jahres bedroht nun eine extreme Trockenheit die Landwirtschaft. Nach ersten Schätzungen des Deutschen Bauernverbandes belaufen sich die Ertragsausfälle allein in der Getreideernte auf rund eine Milliarde Euro. Mit bodenschonenden Verfahren liessen sich aber auch in Trockenperioden Ertragseinbußen in der Landwirtschaft verringern und dies ohne Zusatzkosten zu verursachen. Darauf weist jetzt der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) hin. Bodenschonende Verfahren hätten unter anderem das Ziel, schonend mit dem Wasservorrat des Bodens umzugehen.

Genfluss

Wildpflanzen durch Genmanipulation gefährdet

US-Forscher der Universität von Wisconsin und der Universität von Minnesota haben in einem Modell bewiesen, dass der Genfluss zwischen Nutz- und Wildpflanzen verheerende Auswirkungen auf die Wildpopulationen haben kann. Die Wissenschaftler zeigten, dass es eine genetischen Austausch von Nutzpflanzen und Wildpflanzen gibt. Das stelle die Sicherheit genetisch veränderter Arten für die Umwelt erneut in Frage denn das Ergebnis könne fatale Folgen für die Biodiversität zahlreicher wildwachsender Arten haben, berichten Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the Royal Society of London. Insgesamt seien auf der Welt bereits 58 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Fläche mit genetisch veränderten Pflanzen bebaut.

"Der Goldene Hammer"

Kritik an der Verleihung des Anti-Rassismus-Preises

In einem offenen Brief kritisieren Internetnutzer die Verleihung des Anti-Rassismus-Preises "Der Goldene Hammer" an den Düsseldorfer Regierungspräsidenten Jürgen Büssow. "Das Vorgehen der Bezirksregierung ist eine Publicity-Show, die zwar dem Regierungspräsidenten Anti-Rassismus-Preise einbringt, ansonsten aber wirkungslos bleibt" kritisieren verschiedene Bürgerrechtsgruppen. Die Auszeichnung sei "eine klare Fehlentscheidung". Der Regierungspräsident macht seit Jahren von sich reden, weil er in Nordrhein-Westfalen eine Filterung von ausländischen Internetinhalten durchsetzen will.

Neue Studien

Aids bringt wirtschaftliche Katastrophe

Die wirtschaftlichen Folgen der Immunschwächekrankheit Aids werden viel größer sein als bisher erwartet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Heidelberg,, die gemeinsam mit der Weltbank erstellt wurde. In Südafrika werde Aids die Einkommen in den kommenden dreieinhalb Generationen um die Hälfte fallen lassen, berichtet BBC-Online. 2080 werde ganztägige Kinderarbeit zu einer Alltäglichkeit am südafrikanischen Markt werden, dazu befürchten die Experten einen massiven Rückschritt in der gesamten Wirtschaft des Landes für mindestens eine weitere Generation.

Der Boden versauert

Weniger Schutz für Wald und Trinkwasser

In Deutschland wird für den nachhaltigen Schutz des Trinkwassers und des Bodens immer weniger getan. Statt der dringend nötigen 300.000 Hektar Wald erhalten im Jahr 2003 bundesweit nur noch 70.000 Hektar eine zwingend erforderliche Bodenschutzkalkung, kritisiert die Düngekalk-Hauptgemeinschaft. Damit schreite die Versauerung der Waldböden weiter voran. Deutschlands Bäume verhungerten von unten, weil die Böden durch anhaltende Schadstoffeinträge von oben weiter versauern würden. Von fast sieben Millionen Hektar zu kalkendem Wald seien nur eine Million Hektar mit Kalk behandelt worden.

Pressefreiheit

Reporter ohne Grenzen Beraterstatus bei Menschenrechtskommission entzogen

Die internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit übt scharfe Kritik am Beschluss des UN-Wirtschafts- und Sozialrates, der dem Antrag Kubas folgte und am Donnerstag entschied, Reporter ohne Grenzen ein Jahr lang von der Arbeit bei der Menschenrechtskommission auszuschließen. Hintergrund seien Proteste der Organisation gegen die Vergabe der Präsidentschaft an Libyen während der Sitzung der Menschenrechtskommission im März 2003 gewesen. Reporter ohne Grenzen betonte nach wie vor, dass die Vergabe des Vorsitzes an "Gaddafis Regime" die Menschenrechtskommission als wichtiges Instrument zum Schutz der Menschenrechte innerhalb des UN-Systems diskreditiere.

Umstrittene Ergebnisse

MS-Medikament gegen Sars

Deutsche Wissenschaftler haben in einem gängigen Medikament gegen Multiple Sklerose (MS) einen Wirkstoff gegen die Atemwegsinfektion SARS gefunden. Das berichtet BBC-Online. In Labortests hätten die Wissenschaftler feststellen können, dass das Virus sich nach der Verabreichung des Medikaments nicht weiter ausbreite. Britische Forschungseinrichtungen haben dagegen die ihrer Meinung nach "übertriebenen Ergebnisse" kritisiert. In diesem Augenblick wären Jubelrufe noch verfrüht, heißt es seitens der UK Health Protection Agency.

Schwierige Hilfe

Noch keine Sicherheit im Kongo

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisiert die anhaltende Unsicherheit in der kongolesischen Stadt Bunia und Umgebung sowie die unzureichende humanitäre Hilfe in der Region. In einem neuen Bericht warnt die Organisation davor, dass die Schutztruppen in der Region einen falschen Eindruck von Sicherheit erwecken würden. Der Bericht wurde am Freitag anlässlich der UN-Sicherheitsratssitzung zum künftigen Mandat der UN-Friedenstruppen im Kongo veröffentlicht.

Indianer in Brasilien

Eingeborene Stämme in Ruhe lassen und schützen

Die Indianerbehörde Brasiliens FUNAI verfolgt eine neue Strategie, um die Indianerstämme Amazoniens zu schützen. Auf den Kontakt zu isoliert lebenden Stämmen werde verzichtet, um die Kultur der Indianer zu bewahren und sie nicht der Gefahr tödlicher Krankheiten auszusetzen. Expeditionen der Behörde dienten lediglich dem Ziel, die territorialen Grenzen der Stämme zu erkunden, berichtet National Geographic Deutschland in seiner August-Ausgabe.

Delphine im Netz

EU-Initiative gegen Walfang

Die Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS), begrüßt die von der EU Kommission am gestrigen Donnerstag vorgestellte Initiative, gegen den fortwährenden Beifang von Delfinen und Schweinswalen in Fischernetzen vorzugehen. Die Organisation fügte aber hinzu, dass es weit mehr Anstrengungen bedürfe, um das Problem wirklich zu lösen. Tausende Delfine und Schweinswale verendeten jährlich auf Grund der intensiven Fischereiaktivitäten in europäischen Gewässern. Dadurch werde nicht nur das Überleben von Wal- und Delfinpopulationen gefährdet, sondern den Meeressäugern auch unermessliches Leid zugefügt.

Massenverkäufe

Falsche Kundenzahlen bei AOL

Der US-Onlinedienst AOL Time Warner soll seine Kundenzahlen mit Sonderkampagnen nach oben getrieben und damit gefälscht haben. Das berichtet das Wall Street Journal am heutigen Freitag. Demnach habe AOL-Manager Don Logan signalisiert, dass ein möglicher Grund für den unerwartet hohen Rückgang der Abonnentenzahlen das Resultat gewisser "Bereinigungen" sein könnte. AOL habe seine Kundendateien um Kunden bereinigt, die es durch eine kaum bekannte Kampagne seit dem Jahr 2000 gewonnen hatte.

0,9 Prozent Gentechnik erlaubt

Umwelt und Bio-Verbände fordern EU-Verordnung für Gentech-Betriebe

Die Öko-Anbauverbände Bioland und Demeter sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnen die Leitlinien von EU-Agrarkommissar Franz Fischler zum Nebeneinander von gentechnischer, konventioneller und biologischer Landwirtschaft ab. Die am Mittwoch in Brüssel präsentierten Vorschläge ließen zentrale Fragen ungeklärt und würden die Probleme auf die Mitgliedsstaaten abschieben. Solange es keine strikte und verbindliche EU-Verordnung für Gentech-Betriebe gebe, müsse Agrarministerin Renate Künast wenigstens in Deutschland dafür sorgen, dass die

Oft sehr keimig

Bayerisches Weihwasser hat Qualität von Abwasser

Weihwasser in bayerischen Kirchen hat einer Untersuchung zufolge oft die Qualität von Abwasser. Am ekligsten war der Befund für die Gnadenkapelle im oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting. Dort wurden einem Bericht der Donnerstagausgabe der "Süddeutschen Zeitung" zufolge 100 Millionen Keime in nur einem Milliliter Weihwasser festgestellt - so viele sind normalerweise nur in verdorbenen Lebensmitteln zu finden. "Eine Pizzeria wäre bei diesem Befund längst geschlossen", bilanzierte der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer: "Was sich die Pilger dort ins Gesicht schmieren, kann man mit Abwasser vergleichen."

13 von 15 "mangelhaft"

Nur Öko-Ananassäfte sind "gut"

Säfte schmecken oft nicht so wie ihr Name eigentlich verspricht. Das fanden die Tester der Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von 15 Ananassäften heraus. 13 Produkte bekamen das Qualitätsurteil "mangelhaft", nur zwei Bio-Direktsäfte waren "gut", wie die Stiftung am Donnerstag mitteilte.

Ab 2010

EU plant offenbar Maut auch für Pkw

Die EU will offenbar die Voraussetzungen für ein europaweit einheitliches elektronisches Maut-System auch für Pkw schaffen. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe. Nach Informationen des sachsen-anhaltischen CDU-Verkehrsexperten André Schröder arbeitet die EU-Kommission an einer solchen Richtlinie.

Behindertenrat warnt

Gesundheitsreform droht Behinderte in Sozialhilfe abrutschen zu lassen

Der Parteien-Kompromiss zur Gesundheitsreform stößt beim Deutschen Behindertenrat (DBR) auf harsche Kritik. Die Einigung von Bundesregierung und Opposition sei "enttäuschend und schockierend", sagte der Koordinator des Verbandes, Detlef Eckert. Wegen der vorgesehenen hohen Zuzahlungen und Leistungskürzungen drohe vielen chronisch Kranken und Behinderten, in die Sozialhilfe abzurutschen. Ein Großteil von ihnen müsste ohnehin mit einem wirtschaftlichen Minimum auskommen.

Knochen- und Haltungsschäden drohen

Viele Kindergartenkinder tragen zu kleine Schuhe

In Deutschland tragen etwa 50 Prozent der Kindergartenkinder zu kleine Schuhe. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Fußmessaktion eines Schuhfilialisten. Für die Untersuchung hatte das Unternehmen die Füße von insgesamt 6000 Kindern in 55 Städten vermessen. Der Rat des Unternehmens: Eltern sollten die Schuhgröße der Kinder alle drei Monate überprüfen lassen, um Knochen- und Haltungsschäden zu vermeiden.

Klage gescheitert

Keine private islamische Grundschule in Stuttgart

Eine Initiative zur Gründung einer privaten islamischen Grundschule in Stuttgart ist vor Gericht vorerst gescheitert. Das Verwaltungsgericht wies am Donnerstag eine Klage gegen den ablehnenden Bescheid von Schulamt und Oberschulamt ab, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Kölner Polizeiaffäre

Verteidiger wollen Freispruch oder geringe Strafen für Prügel-Polizisten

Im Prozess um die Prügelaffäre bei der Kölner Polizei hat die Verteidigung für ihre Mandanten einen Freispruch oder eine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung gefordert. Wie die Anwälte der angeklagten sechs Beamten am Donnerstag in ihren Plädoyers vor dem Landgericht Köln sagte, waren die Schläge und Tritte gegen einen 31-jährigen Festgenommenen angemessen, um den rabiaten Mann unter Kontrolle zu bringen. Die Staatsanwaltschaft hingegen beantragte für den Wachdienstleiter eine zweieinhalbjährige Haftstrafe und für die anderen fünf Angeklagten Bewährungsstrafen von bis zu zwei Jahren. Ein Termin für die Urteilsverkündung steht noch nicht fest, wie eine Justizsprecherin mitteilte.