Verkehr
Bundesverkehrswegeplan: vertane Chance für zukunftsfähige Verkehrspolitik
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: "Um in Zukunft eine umweltverträgliche Mobilität zu gewährleisten, müsste das jahrzehntelang vernachlässigte Schienennetz endlich in den Mittelpunkt einer integrierten Verkehrsplanung rücken. Statt dessen wird das Potential der Eisenbahnen auch im aktuellen Verkehrswegeplan nicht annähernd erschlossen. Im Gegenteil: Die Schiene bleibt bei den Investitionen weit hinter der Straße zurück."
Die Regierungsparteien hätten im Koalitionsvertrag Investitionen für Straße und Schiene in gleicher Höhe zugesagt. Statt dessen seien im Bundesverkehrswegeplan für Aus- und Neubau bei Schienenprojekten beispielsweise nur 64 Prozent der Mittel vorgesehen, die die Straße für diesen Posten erhalte. Um dennoch eine Gleichbehandlung vorzutäuschen, bediene sich die Regierung fauler Rechentricks.
Gehrmann: "Die Bundesregierung rechnet bei der Schiene Regionalisierungsmittel ein, über die ausschließlich die Länder entscheiden. Daher ist weder plan- noch vorhersehbar, wie viel davon tatsächlich in Schienenprojekte fließen. Dazu kommt die Anrechnung von Mitteln aus dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz bei der Schiene. Gleichzeitig unterschlägt der Verkehrsminister, dass für die Straße wesentlich mehr Geld aus diesem Topf entnommen wird. Rechnet man also alle Mittel sowohl auf Landes- wie auf Bundesebene ein, ist die Benachteiligung der Schiene noch viel auffälliger."
Schon im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans sei die Ungleichbehandlung am Beispiel der regionalen Erschließung besonders deutlich geworden. Während dort für ein umfassendes Ortsumgehungsprogramm bei Bundesstraßen bis zum Jahr 2015 Ausgaben von rund zehn Milliarden Euro vorgesehen gewesen seien, hätten dem gerade einmal 725 Millionen Euro für das regionale Schienennetz gegenüber gestanden.
Gehrmann: "Im Ergebnis wird diese Verkehrspolitik eines planlosen 'weiter so' wesentlich stärkere Umweltbelastungen zur Folge haben, als bereits jetzt von der Bundesregierung prognostiziert. Der tatsächliche Anstieg an Treibhausgasen wird damit deutlich über den angenommenen elf Prozent liegen. Der Verkehrsbereich wird also den Klimawandel weiterhin massiv anheizen und alle notwendigen Klimaschutzziele zunichte machen."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
