Keine Filter gegen Dieselruß
Strafanzeige gegen Autokonzerne gefordert
„Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Dieselkrebs, obwohl es einfache technische Lösungen dagegen gibt”, sagt Greenpeace-Sprecher Günter Hubmann. „Deshalb fordern wir die Bürger auf, Strafanzeige gegen DaimlerChrysler und gegen VW zu stellen wegen des Verdachts der Gesundheitsgefährdung und wegen der Todesfälle durch Dieselruß-Partikel.“ Die Vorlage für die Strafanzeige gibt es bei Greenpeace in Hamburg oder auf der Greenpeace-Internetseite.
Es gebe nur einen Grund, weshalb die Industrie sich weigere, Filter einbauen: Konzerne wie DaimlerChrysler und VW seien nicht bereit, mit einem Bruchteil ihrer Gewinne Menschen vor Dieselkrebs zu schützen.
Schon im September 2002 hatte Greenpeace einen gebrauchten Mercedes präsentiert, in den die Umweltschützer einen Rußpartikel-Filter einbauen ließen. Die Wirksamkeit wurde damals vom TÜV in einem Dauertest bestätigt.
Die ultrafeinen Rußpartikel aus Dieselautos lagerten sich in der Lunge ab und können über die Zellmembran ins Blut gelangen. Sie verursachten Allergien, Asthma, Herzinfarkt und Krebs. Ein
Dieselruß-Filter reduziere den Ausstoß von Rußpartikeln um 99 Prozent. Für nur 200 Euro könnte DaimlerChysler jedes neue Fahrzeug serienmäßig mit einem Rußfilter ausrüsten, so die Organisation. Damit könne der Konzern aufhören, Menschen mit Dieselruß zu vergiften. Rund 8000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr durch Dieselrußpartikel.
Der französische Hersteller PSA bietet seit dem Jahr 2000 mit den Modellen Peugeot und Citroen serienmäßig Rußfilter an – ohne Mehrkosten für den Verbraucher. Freiwillig würden die deutschen Autohersteller diesem Vorbild nicht nachkommen, kritisieren die Umweltschützer . Obwohl alle Bundestagsfraktionen für Dieselfilter seien, vernachlässige die Bundesregierung ihre Vorsorgepflicht und lasse die Industrie gewähren.
Auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) rät allen Kunden dringend davon ab, jetzt noch Fahrzeuge ohne Rußfiltertechnologie zu kaufen. Das sei nicht nur aus Sicht des Gesundheitsschutzes unverantwortlich, sondern auch mit erheblichen finanziellen Nachteilen bei einem eventuellen Wiederverkauf verbunden. Denn nach Ansicht des VCD werde sich - ähnlich wie in den achtziger Jahren beim Katalysator - auch die Partikelfiltertechnologie zügig durchsetzen und zum Standard werden. Damit verlören alle Fahrzeuge ohne diese Technik schnell und überproportional an Wert.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 11. Jul. 2003 unter:
nachrichtenStichworte:
« Zahl der Musik-Raubkopien mehr als verdoppelt
Kritik an Streichungen im Etat für die Schiene »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
