Trotz mieser Konjunktur

Bioproduzenten wollen weiter investieren

Trotz schlechter Konjunkturlage wollen 72 Prozent der deutschen Bio-Lebensmittelproduzenten und –händler in den nächsten drei Jahren investieren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur Wachstumsfinanzierung in der Branche für Bio-Lebensmittel, die im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau mit Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft finanziert wird. Insgesamt haben 146 Unternehmen an der Befragung teilgenommen. Zusammen erzielten sie einen Umsatz im Bio-Bereich von deutlich über 500 Mio EUR im Jahr 2002.

Die Studie untersucht, wie das Wachstum der Bio-Branche zu finanzieren ist. Da die Branche von vielen kleinen und mittleren Unternehmen geprägt sei, sei der Zugang zu Kapital für sie ein entscheidender Wachstumsfaktor. Immerhin fast drei Viertel der Unternehmen fühlten sich nicht ausreichend über verschiedene Finanzierungsmodelle informiert. n
40 Prozent der Eigentümer hätten schon mal daran gedacht, die Eigentümerstruktur ihres Unternehmens auszuweiten. Die Motive dafür seien vielfältig, unter anderem seien es Nachfolgeregelungen, das Eingehen strategischer Partnerschaften oder auch die Aufnahme von Risikokapital. n

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„Mit ihrem Expansionsdrang erweist sich die Branche als Ausnahmefall in der Lebenmittelwirtschaft, die sich ansonsten wegen der schlechten Konjunkturlage eher zurückhaltend gibt“, sagt Udo Censkowsky, Biomarkt-Experte der Firma mercabio consulting & financing aus Polling. Mercabio erstellte die Studie gemeinsam mit der Speyrer Klaus Braun Kommunikationsberatung und der Dortmunder ECOreporter.de AG. Begleitet wird die Studie vom Bundesverband Naturkost und Naturwaren Herstellung und Handel e.V.

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