100.000 Dächer-Programm zu Ende
Deutschland setzt weiter auf Solar-Energie
"Durch die gesteigerte Nachfrage ist es gelungen, die Preise für Solarzellen in den vergangenen drei Jahren um rund 20 Prozent zu senken", so Trittin. Dies reiche allerdings noch nicht aus, um mit den Kosten für den erzeugten Solarstrom in die Nähe der Wirtschaftlichkeit zu kommen. "Deshalb brauchen wir einen anhaltenden Nachfrageimpuls", unterstrich der Minister. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 6,25 Prozent auf 12,5 Prozent im Jahre 2010 zu verdoppeln. 2050 soll sogar der gesamte Energiebedarf zu 50 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.
Der Wissenschaftliche Beirat globale Umweltveränderungen (WBGU) kommt in seinem kürzlich veröffentlichten Gutachten "Energiewende zur Nachhaltigkeit" zum Schluss, dass nur durch einen umfassenden weiteren Ausbau der Solarenergie langfristig der globale Primärenergiebedarf gedeckt werden kann. Die Solarenergie besitze die größten Ausbaupotenziale. Die Regierung will auch die Fördersätze für kleine Anlagen auf Hausdächern verbessern. Deutschland liegt weltweit hinter Japan an zweiter Stelle bei der Nutzung der Photovoltaik zur Stromversorgung.
Das deutsche Umweltbundesamt sieht Klimaschutz als eine der vordringlichsten Aufgaben globalen Handelns. "Heftigere Stürme, höhere Fluten und insgesamt eine zunehmende Zahl extremer Wetterlagen sind die Vorzeichen der bevorstehenden Klimaveränderung", so Trittin. Der globale Klimaschutz sei die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. "Klimaschutz muss deshalb zur Kernaufgabe auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene werden", so der Bundesumweltminister. Die Nutzung erneuerbarer Energien hat in Deutschland bereits 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und ist zu einem neuen Industriezweig geworden. Bei der Nutzung der Windenergie ist die Bundesrepublik weltweit Nummer Eins.
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