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Bedingungen bei Berufsunfähigkeitsversicherungen genau studieren

Wichtige Versicherung nicht für alle verfügbar

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine gute Geldanlage - "Jeder braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung", meint etwa die Stiftung Warentest. Aber nicht jeder bekommt eine: Bauarbeiter und Feuerwehrleute, aber auch Lehrer und Musiker mit einer Ablehnung ihres Vertrages oder zumindest hohen Prämien rechnen. Wer das Glück hat, eine Versicherung zu bekommen, sollte zudem auf die Konditionen achten.

"Jeder vierte Arbeitnehmer scheidet heute vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus", warnte Finanztest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen. Für alle ab 1961 Geborenen wird das ohne Berufsunfähigkeitsversicherung schnell eine finanzielle Katastrophe: die gesetzliche Versicherung gibt es für sie nicht mehr.

Für die August-Ausgabe von Finanztest hat die Stiftung Warentest daher fast 100 Angebote für Berufsunfähigkeitsversicherungen geprüft und große Leistungsunterschiede festgestellt. Zudem gibt es bei gleicher Leistung Preisunterschiede von bis zu 40 Prozent.

Ein 30-jähriger kaufmännischer Angestellter etwa zahlt beim Testsieger Volksfürsorge jährlich 924 Euro, wenn er bis 65 Jahre versichert ist. Die Axa - sie erhielt ebenfalls ein "Sehr gut" - verlangt dafür nur 662 Euro. Bewertet wurden aber nicht die Preise, sondern die Versicherungsbedingungen und die Anträge, die den Verträgen zugrunde gelegt werden. Denn sie entscheiden, ob der Versicherer die vereinbarte Rente wirklich zahlt oder verweigern kann.

Besonders problematisch ist der Leistungsausschluss für einzelne Krankheitsbilder. Sind sie nicht genau abgrenzbar und das ist häufig der Fall, z.B. bei Rückenproblemen oder Allergien, kann der Versicherer im Ernstfall diese gesundheitliche Störung allzu leicht als Ursache für die Berufsunfähigkeit anführen. Dann gibt es kein Geld, und der Versicherte hat den hohen Beitrag jahrelang umsonst bezahlt.

Die Warentester untersuchten 95 Tarife von 68 Versicherungen. 17 Angebote waren "Sehr gut", 47 "Gut", 24 erhielten ein "Befriedigend" und sieben waren "ausreichend".

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