Perspektiven für Infizierte
Mehr Geld gegen Aids
Doch zum Wiedereinstieg brauchten sie gezielte Unterstützung. "Ohne spezielle Trainings, Informationsangebote und psychosoziale Beratung sind die meisten nicht für den Arbeitsmarkt gerüstet", sagte Ulrich Heide vom Vorstand der Stiftung. Deshalb unterstütze die Stiftung seit mehreren Jahren gezielt Arbeitsprojekte von Beratungsstellen und fördere Betroffene in Not, die eine Beschäftigung aufnehmen möchten. Für die Klienten bedeute Arbeit neben dem Lohnerwerb auch Stabilität und Perspektive in einem Leben mit der Infektion und Erkrankung.
Unter den stiftungs-geförderten Angeboten ist auch das Kölner Arbeits- und Qualifizierungsprojekt Hivissimo, ein Café, in dem betroffene Frauen und Männer Arbeit finden und gleichzeitig ausgebildet werden.
Die Zahlen der Stiftung zeigten, dass antragstellende Betroffene, die noch vor wenigen Jahren "aidskrank" vermerkten, heute "HIV- infiziert" angeben. "Trotz veränderter Selbstwahrnehmung, Medikamente und neuer Perspektive sind Betroffene auf dem Arbeitsmarkt zumeist benachteiligt", sagte Christoph Uleer, Vorstandsvorsitzender. So seien sie häufig wegen der starken Therapie-Nebenwirkungen nur eingeschränkt leistungsfähig. "Deshalb sind Angebote so wichtig, die auf die Lebenssituation von Menschen mit HIV und AIDS Rücksicht nehmen".
Aus den Zahlen des AIDS-Zentrums im Berliner Robert-Koch-Institut, (Stand: Ende 2002) geht hervor, dass bundesweit etwa 39.000 HIV-infizierte Menschen leben, darunter 5.000 mit AIDS.
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Am 02. Jul. 2003 unter:
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