Niedrigwasser

Trittin fordert Stopp der Uferbebauung

Die extreme Trockenheit ist nach Überzeugung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) auch Ausdruck einer globalen Klimaerwärmung. Sorgen mache vor allem die Häufung von Niedrigwasser und die große Hitze, sagte Trittin. So gebe es einen Zusammenhang zwischen Trockenheit und Überschwemmung. Die Beseitigung von Flußauen und der Bau von Kanalisationen führe dazu, dass sich Wasser nicht im Boden halte. Die Folge sei, dass Böden austrocknen. Mit der Bebauung in Ufernähe müsse daher Schluss sein.

Ebenso dürfe in Überschwemmungsgebieten kein Getreide bis an die Flussufer angebaut werden. Stattdessen sollte dort "Grünlandanbau" betrieben werden.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, sprach von dramatischen Ernteausfällen in diesem Jahr. So werde etwa bei der Getreideernte mit Schäden von einer Milliarde Euro gerechnet. Allein im Land Brandenburg seien 80 Prozent der Ernte geschädigt. Einzelne Betriebe erwarteten einen "totalen Ernteausfall".

Einige Bauern sprächen von der schlimmsten Dürreperiode seit 50 Jahren, sagte Sonnleitner. Anders als bei der großen Trockenheit 1947 kämen in diesem Jahr zu dem wenigen Regen extrem warme Winde und hohe Temperaturen hinzu, sagte der Bauernpräsident. Er forderte von der Bundesregierung eine "Notstandshilfe" für die Bauern.

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