Weniger Einweg
Wirtschaft beklagt rückläufige Getränkeumsätze durch Pflichtpfand
Die Absatz- und Umsatzzahlen bei den Energy Drinks lägen um über 80 Prozent unter den Vorjahreswerten. "Der Einbruch bisher sehr gefragter Getränkesegmente ist ganz offensichtlich die Folge einer Pfandvermeidungsstrategie der Verbraucher", resümiert Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer der wafg.
Getränke, die in Mehrwegflaschen und unbepfandeten Einwegverpackungen angeboten wurden, stünden dagegen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Die Gewinner im Bereich alkoholfreier Getränke seien daher die Fruchtsaftgetränke, Eistees sowie die überwiegend kohlensäurefreien Sportgetränke.
Beim Wasser hätten vor allem die Varianten mit wenig Kohlensäure (+12,2 Prozent) und stille Wässer (+6,2 Prozent) kräftig zugelegt. Damit setze sich der bereits im Vorjahr erkennbare Trend auch in diesem Jahr fort.
Bei den Verpackungen seien für die Konsumenten weiterhin Komfort und geringes Gewicht wichtige Kriterien. Dabei zeige sich allerdings nach Einführung des Pflichtpfandes ein sehr differenziertes Bild: Es habe eine überproportional große Nachfrage nach PET-Mehrwegflaschengegeben. Insbesondere der Verkauf von Getränken in 1-l-PET-Mehrwegflaschen erhöhte sich um 51,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so dass Hersteller zum Teil Engpässe beim Leergut beklagt hätten.
Bei den Einweg-Verpackungen erfreuten sich nun die unbepfandeten und bequem zu entsorgenden Kartonverpackungen zunehmender Beliebtheit. Die Dose habe mit 0,2 Prozent Marktanteil mittlerweile einen kaum noch messbaren Anteil an den AFG-Verpackungen.
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Am 22. Jul. 2003 unter:
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