Friedenssommer 2003
"Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen"
"Wir sind besorgt darüber, dass die mit dem Ende des Kalten Krieges eingesetzte Abrüstung von atomaren Waffen ins Stocken geraten ist und dass sogar neue, gefährliche Atom-Kriegsszenarien entworfen werden" gibt Roland Blach von der Deutschen-Friedensgesellschaft - Vereinigte
KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und einer der Sprecher des Bündnisses zu bedenken. Blach weiter: "Bereits der präventive Einsatz dieser Waffen auch gegen Staaten, die nicht selbst Atomwaffen besitzen, ist mittlerweile offizieller Bestandteil der Regierungspolitik der USA. Zudem wurde im Mai die Entwicklung neuer Atomwaffen in den USA freigegeben."
Mit dem Friedenssommer sollen die bisherigen Aktivitäten in Deutschland zur Abrüstung der Atomwaffen verstärkt und mit konsequenten gewaltfreien Aktionen Einfluss auf die Weltpolitik ausgeübt werden. "Wir wollen nicht zusehen, wie die sogenannten wirtschaftlichen Interessen der USA und Europäer bis an den Hindukusch verteidigt werden sollen, notfalls selbst mit Atomwaffen. Darum setzen wir uns dafür ein, mit neuer Energie Abhängigkeiten von Ressourcen zu verringern, um eine zivile Welt ohne Präventivkriege und Massenvernichtungswaffen zu ermöglichen", umschreibt Blach die weitergehenden Ziele des Bündnisses.
Die DFG-VK setzt sich im Rahmen der Kampagne "Schritte zur Abrüstung" für die Abrüstung der in Deutschland gelagerten Atomwaffen in Ramstein und Büchel (US-Atomwaffen auf deutschem Bundeswehrflughafen) ein. Nach den Erfahrungen der Inspektionen im Irak und Nordkorea "verlangen wir auch von den USA und ihrer Verbündeten die Offenlegung aller Aspekte bzgl. Produktion, Transport, Lagerung und Einsatz von Massenvernichtungswaffen, denn aufgrund der von ihnen ausgehenden Gefahren müssen diese gegebenenfalls unverzüglich und kontrollierbar entfernt werden", so Blach.
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Am 09. Jul. 2003 unter:
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