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unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Pestizidbelastet

Greenpeace wehrt sich gegen Vorwürfe des BGA

Mit Kritik hat die Umweltorganisation Greenpeace auf die Vorwürfe des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) reagiert. "Der BGA sollte weniger hysterisch auf berechtigte Kritik reagieren und zur Sach-Diskussion zurückkehren", so Greenpeace Chemie-Experte Manfred Krautter. Der BGA hatte der Umweltorganisation vorgeworfen, die Verbraucher zu täuschen und mit einer "bekannten Masche aus Halbwahrheiten und pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen" auf sich aufmerksam machen zu wollen. Greenpeace hatte zuvor zum sechsten Mal in diesem Jahr Ergebnisse der Pestizid-Messungen in Obst und Gemüse von großen deutschen Handelsketten veröffentlicht und bei den untersuchten Proben zum Teil erhebliche Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte festgestellt.

Schutzlos

Ausbeutung der Meere bedroht Speisefische

Die Naturschutzorganisation WWF-Großbritannien hat in einer neuen Studie erneut vor der Ausbeutung der Meere gewarnt. Nur die Schaffung neuer Schutzzonen könne das Aussterben der wichtigsten Speisefische verhindern. Erst am Donnerstag hatte BBC-Online von einem neuen Tiefstand der Kabeljau Population berichtet. Diese waren des Ergebnis von Untersuchungen der Scottish Fisheries Research Service in Aberdeen. Der International Council for the Exploration of the Seas (ICES) ist der Meinung, dass es in der gesamten Nordsee sofort zu einem Fangstopp kommen sollte.

Unmenschlich

Aktionen zum Tag gegen Abschiebungshaft

Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen werden Initiativen bundesweit am kommenden Samstag die Existenz von Abschiebungshaftanstalten und Ausreisezentren anprangern. Der zum zweiten Mal begangene Tag gegen Abschiebungshaft fällt auf ein besonders symbolträchtiges Datum, so die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl. Am 30. August verschiedener Jahre seien vier Menschen in der Haft beziehungsweise bei der Abschiebung ums Leben gekommen.

Trojanisches Pferd

Chemotherapie wird sicherer

Forschern ist es gelungen, Moleküle mit krebshemmenden Substanzen zu beladen und dann gezielt in Tumorzellen einzuschleusen. Das System, das wie ein Trojanisches Pferd arbeite, solle die Chemotherapie, bei der auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft gezogen werden, sicherer machen, berichtet das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Immer noch seien die Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie eines der größten Hindernisse in der Krebsbehandlung, da die eingesetzten Wirkstoffe nicht zwischen lebensnotwendigen Zellen und Krebszellen unterscheiden, sondern alle sich teilenden Zellen bekämpfen.

Gegen Einsparungen

Volksbegehren in Sachsen-Anhalt

Am kommenden Montag startet ein Bündnis von Eltern, Kirchen, Gewerkschaften und Sozialverbänden in Sachsen-Anhalt ein Volksbegehren gegen die vom Landtag beschlossenen Einsparungen bei der Kinderbetreuung. Nach einer Erhebung des Fachverbandes Mehr Demokratie ist es der 150. Anlauf für einen Volksentscheid in den Bundesländern. Alle 16 Landesverfassungen räumen den Bürgern direktdemokratische Mitbestimmungsrechte ein.

Prävention statt Sparen

Gesundes Leben entlastet Gesundheitssystem

Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen ist nach Auffassung von Medizinern nicht vorrangig auf die Überalterung der Gesellschaft zurückzuführen. Der ärztliche Direktor der Universitätsklinik Göttingen, Jekabs Uldis Leititis, verwies auf Studien des Instituts für Gesundheitsökonomie der Universität Köln, wonach die demografische Entwicklung lediglich acht bis zehn Prozent der Kostensteigerungen verursache. Die meisten Kosten fielen in den drei Jahren vor dem Tod an. Das sei unabhängig davon, ob der Patient 65 oder 90 Jahre alt sei. Deshalb müsse dafür gesorgt werden, dass die Menschen gesund alt würden. Ein Leben ohne Rauchen und Übergewicht verhindere nicht nur sieben bis zehn Jahre Siechtum, sondern reduziere auch die Arzneimittel- und Arztkosten um 20 beziehungsweise 40 Prozent.

Infratest dimap

Union weiter im Umfragehoch

Die Union liegt einer jüngsten Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter klar vor den regierenden Sozialdemokraten. Nach einer am Freitag veröffentlichten Erhebung von Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" würden 46 Prozent der Deutschen für CDU oder CSU stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. 30 Prozent der 1.000 Befragten entschieden sich für die SPD und 10 Prozent für die Grünen. Die FDP könnte mit 6 Prozent der Stimmen rechnen, während die PDS auf 4 Prozent käme.

Gefälscht

JU-Chef legt sein Amt nieder

In der Affäre um gefälschte CSU-Aufnahmeanträge hat der Chef der Jungen Union in München, Rasso Graber, sein Amt am Freitag vorläufig niedergelegt. Dieser Schritt sei kein Schuldeingeständnis, betonte Graber in einer am Vormittag verbreiteten Erklärung. Im Laufe der vergangenen Tage habe er allerdings den Eindruck gewonnen, "dass dieser Schritt notwendig geworden ist, um Schaden von der CSU abzuwenden".

Gefährlich

Minenräumer in Afghanistan angegriffen

Die Hilfsorganisation medico international kritisiert die Vermischung von humanitärer Hilfe und Militäreinsatz, wie sie nun auch Verteidigungsminister Struck für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr plane. Die Entminungsprogramme in Afghanistan bekämen die Folgen der Verquickung bereits seit längerem zu spüren. Die Hilfsorganisation medico international, deren afghanischer Partner OMAR zu den größten Entminungsorganisationen zählt, berichtet, dass sich bereits im Mai diesen Jahres die Entminer aus Teilen des Nordens und des Südens von Afghanistan zurückziehen mussten, weil sie zum ersten Mal in der Geschichte des humanitären Minenräumens in Afghanistan von bewaffneten Untergrund-Gruppen angegriffen worden waren.

Entwicklungsländer

WTO verzögert Entscheidung über billige Medikamente

Die Welthandelsorganisation WTO sorgt erneut für Zeitverzögerungen bei der Entscheidung über die Lieferung billiger Medikamente für Länder der Dritten Welt. Das berichtet BBC-Online am heutigen Freitag. Die WTO-Mitgliedsstaaten hätten dem Deal, der bereits vor mehr als zwei Jahren hätte zustande kommen sollen, bereits zugestimmt. Knapp vor dem Unterzeichnen des Vertrages gab die WTO bekannt, dass nun erst weitere Untersuchungen folgen müssen, so WTO-Sprecher Keith Rockwell.

Manipuliert

EU und USA streiten um Zulassung von Gen-Pflanzen

Am Freitag haben Vertreter der US-Regierung von der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf endgültig die Einrichtung einer Streitfall-Kommission durchgesetzt. Streitpunkt ist ein seit 1999 in der EU bestehendes vorläufiges Verbot der Zulassung von Gen-Pflanzen, wie die Umweltorganisation Greenpeace berichtet. Die sieht darin einen weiteren Versuch der USA, den Widerstand der europäischen Verbraucher gegen Gentechnik in Lebensmitteln brechen zu wollen. Bereits am 13. Mai 2003 hatten die USA offiziell angekündigt, die EU vor der WTO zu verklagen. Bisher hatte die aber EU die Einberufung eines Streitfall-Panels noch abwenden können. "Mit der Klage vor der WTO ignoriert US-Präsident Bush nicht nur die Interessen der Verbraucher, sondern auch internationales Umweltrecht", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. Die Versuche in Spanien, gentechnisch mainpulierte Pflanzen anzubauen, hätten bisher Chaos verursacht und die umliegenden Felder verseucht.

Erhalt unerwünscht

Maßnahmen gegen Handy-Spam in Großbritannien

Vodafone UK hat für seine britischen Kunden erste Maßnahmen im Kampf gegen Handy-Spams ergriffen und führt seinen VSpam-Service ein. Dabei werde beim Empfang einer Spam-Nachricht vom Kunden ein automatisierter Bericht an die Kurznummer 87726 gesendet, berichtet BBC. Die Nummer sei mit der Servicezentrale von Vodafone und dem "Independent Committee for the Supervision of Standards of Telephone Information Services" (ICSTIS) verbunden. Diese speicherten den Bericht und verwenden ihn um die Spammer zu identifizieren.

Belastetes Obst

Bundesverband des Großhandels bestreitet Gefährdung durch Pestizide

Der Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) hat die von der Umweltorganisation Greenpeace befürchtete Gesundheitsgefährung durch erhöhte Pestizidwerte in Obst bestritten. Greenpeace versuche mit einer "bereits hinlänglich bekannten Masche aus Halbwahrheiten und pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen einmal mehr auf sich aufmerksam zu machen." Und "obwohl die Vorwürfe unhaltbar sind - einzelne Mitglieder der Bundesregierung dabei unkritisch assistieren.", so Anton Börner, Präsident des (BGA). Greenpeace hatte in einer Untersuchung festgestellt, dass allein in Rund ein Viertel der Trauben in den großen Supermarktketten die Grenzwerte für Pestizid-Rückstände erreicht oder überschreitet.

Kopfpauschale

Empfehlungen zur Krankenversicherung "vertane Chance"

Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) und Rürup-Kommissions-Mitglied Edda Müller hat die Empfehlungen der Kommission zur Krankenversicherung als vertane Chance bezeichnet. "Die Kommission hätte der Politik Rückendeckung für schwierige aber notwendige Veränderungen im Gesundheitswesen geben müssen." Es sei klar, dass das Gesundheitssystem in der Zukunft erheblich umgebaut werden müsse, um finanzierbar zu bleiben. "Das wissen auch die Bürger und sie sind auch bereit, ihren Beitrag zu leisten.", so Müller.

Abgeschoben

Unmenschliche Praktiken in Ausländerbehörden

Als "endlosen Sommer ausländerpolitischer Gnadenlosigkeit" bezeichnet die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl die Geschehnisse der letzten Wochen in deutschen Ausländerbehörden. In Kriegs- und Krisenregionen werde immer bedenkenloser abgeschoben. Schwer kranke Menschen würden in ärztlicher Begleitung abtransportiert, ärztliche Atteste und Gutachten zu psychischen Erkrankungen vom Tisch gewischt, Familientrennungen in Kauf genommen. Ein Klima der Angst breite sich aus unter denjenigen, die oft seit vielen Jahren mit einer Duldung in Deutschland leben, kritisiert die Organisation. Der Ausreisedruck werde durch Drohungen und soziale Sanktionen, Arbeitsverbote, zum Teil auch durch Einweisungen in sogenannte Ausreisezentren erhöht.

Titel zu teuer

US-Webradios verklagen Musikindustrie

Die Webcaster Alliance, eine Vereinigung von Betreibern US-amerikanischer Webradios, hat eine Klage gegen die US-Musikindustrie RIAA und ihre führenden Mitglieder eingereicht. Sie werfen der RIAA vor, mit wettbewerbsfeindlichen Bedingungen die kleineren kommerziellen Webradios vom Markt zu drängen und damit dem gesamten Musik-Markt zu schaden. Die Beschuldigung der Webcaster Alliance geht von einer vermeintlich illegalen Vereinbarung zwischen der RIAA und verschiedenen Webradios vom Dezember 2002 aus, die den Wettbewerb schädige. Unter diesem Deal leide Independent-Musik, die mit dem RIAA-Material konkurriert. Die Webcaster Alliance plädiert für eine Abschaffung der Lizenzgebühren, die momentan noch sieben Cent pro gespieltem Titel und Nutzer betragen.

65 Prozent Ablehnung

Mehrheit gegen Vorschläge zur Reform des Sozialsystems

Eine klare Mehrheit der Deutschen lehnt nach einer Forsa-Umfrage die Rürup-Vorschläge zur Reform der sozialen Sicherungssysteme ab. Von insgesamt 1004 im Auftrag des Fernsehsenders N24 befragten Bürgern sprachen sich 65 Prozent gegen eine Umsetzung aus. Lediglich eine Minderheit von 25 Prozent setzte sich dafür ein, die Reformvorschläge der Rürup-Kommission zu realisieren. Die Befragungen fanden am Montag und Dienstag statt, teilte der Sender am Donnerstag mit.

Windpark im Schutzgebiet

Offshore-Windpark bedroht Fauna

Der Deutsche Naturschutzbund (NABU) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) haben Einwände gegen einen geplanten Offshore-Windpark vor der Insel Sylt haben erhoben: Die Umweltorganisationen wollen den Bau der Offshore-Anlage verhindern, da der Windpark in einem ausgewiesenen Schutzgebiet für Wale und Seevögel liegt. "Es scheint relativ klar zu sein, dass Windanlagen Vögel beim Brüten stören", so Musiol. Zusätzlich falle das Gebiet als Schutzzone unter die Flora-und-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. "Auch Windparks müssen dort gebaut werden, wo die Störung am geringsten ist", fordert Frank Musiol, Experte für Klima und Energie beim Natuschutzbund.

Interaktive Unterhaltung

Mehr Frauen nutzen Computerspiele

Computerspiele finden Eingang in immer mehr soziodemografischen Gruppen. Eine von der Entertainment Software Association (ESA) herausgegebene Studie über das Computerspielverhalten der US-Bevölkerung zeigt auf, dass der Anteil von Frauen und Menschen über 50 größer ist als jemals zuvor. Weiters sei der durchschnittliche Computerspieler 29 Jahre alt und nutze die interaktive Unterhaltung wöchentlich etwa 6,5 Stunden. Bereits 17 Prozent aller Computerspieler stammten aus der Gruppe der über 50jährigen, im Jahre 2000 waren es noch 13 Prozent gewesen.

Emissionsschleuder Haushalt

Elektro-Hersteller vernachlässigen Umweltaspekte

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat den Herstellern von Unterhaltungselektronik vorgeworfen, Benutzerfreundlichkeit und Umweltaspekte bei der Entwicklung neuer Geräte zu vernachlässigen. Es sei ein Armutszeugnis für die Hersteller, dass trotz der permanenten technologischen Hochrüstung der Haushalte es bis heute keinen einzigen Fernseher auf dem Markt gebe, der das Umweltzeichen verdiene. Der Verband kritisierte auch den hohen Energieverbrauch vieler Geräte. Eine Abschaltautomatik müsse im 21. Jahrhundert ebenso selbstverständlich sein wie eine Fernbedienung. Die Verbraucher rief der Verband dazu auf, beim Kauf eines Produktes nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Umweltverträglichkeit zu achten.