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BUND bekam 2002 mehr Spenden und fand neue Förderer

Naturschutz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) konnte im Jahr 2002 seine Einnahmen steigern: Die Spenden stiegen um über elf Prozent auf über 6,7 Millionen Euro, die Mitgliedsbeiträge von 4,7 auf 5,4 Millionen Euro. Damit stammen neun von zehn Euro, die der BUND für die Umweltarbeit ausgab, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Die Zahl der Mitglieder, Förderinnen und Förderer stieg leicht auf 393.017, so der BUND bei der Veröffentlichung seines Jahresberichts am Montag.

Dr. Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND: "Diese Zahlen zeigen, dass Natur- und Umweltschutz vielen Menschen nach wie vor wichtig sind. Sie zeigen auch: Das Vertrauen in den BUND ist gewachsen. Die stabile Finanzgrundlage garantiert die politische Unabhängigkeit des Verbandes."

Der BUND konnte im vergangenen Jahr vor allem in der Verkehrs- und Landwirtschaftspolitik, beim Hochwasserschutz und auf dem Weltumweltgipfel in Johannesburg Akzente setzen. Mit dem 2002 zusammen mit dem katholischen Hilfswerk Misereor herausgegebenen Buch "Wegweiser für ein zukunftsfähiges Deutschland" gab der BUND der Nachhaltigkeitsdiskussion neue Impulse.

Den größten Teil seiner Einnahmen setzte der BUND 2002 für Projekte, Aktionen, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Während des Bundestagswahlkampfes engagierte sich der Verband für gesunde Lebensmittel und gegen Massentierhaltung, für eine Verkehrswende und gegen die Verschleuderung von Steuer-Millionen für den Transrapid. Ebenso warb er für den Abbau umweltschädlicher Subventionen und den Erhalt naturnaher Flüsse.

Besondere Anstrengungen galten dem Schutz des "Grünen Bandes" - dem 1400 Kilometer langen Biotopverbund an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Für den Schutz dieser einzigartigen Perlenkette verschiedener Biotope konnte der BUND 2002 den früheren sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow gewinnen. Die Entscheidung der Bundesregierung, ihre Flächen auf dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen unentgeltlich den Ländern zu übertragen, ist ein großer Erfolg für den Naturschutz in Deutschland und für die Arbeit des BUND.

Zahrnt: "Die Schwerpunkte der Arbeit des BUND werden in der nächsten Zeit in den Bereichen Verkehr und Landwirtschaft liegen. In der Verkehrspolitik ist unser Ziel eine nachhaltige Mobilität. In der Landwirtschaftspolitik steht aktuell die Sicherung des Rechts der Verbraucherinnen und Verbraucher auf gentechnikfreie Lebensmittel auf der Tagesordnung."

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