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Hitzewelle mahnt zu Ausstieg aus Atomstrom und Einstieg in Sonnennutzung

Energiepolitik

Das FORUM "Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V." hat gegen den Bau des beabsichtigten größten deutschen Atommüll-Lagers 76.000 Einwendungen in Deutschland und 22.000 in Österreich gesammelt. Neben dem NEIN zur gefährlichen und unsere Nachkommen unverantwortlich belastenden Atomenergie steht ein JA zur verantwortbaren Energiepolitik.

Diese heißen Wochen haben für das Forum eine Doppelbotschaft: Einerseits sei die mit zentralen Großkraftwerken und riesigen Überlandleitungen arbeitende Stromwirtschaft wetter- und störanfällig. Andrerseits liefere die Sonne uns Energie in Hülle und Fülle. Der aktuelle Zusammenbruch des Stromnetzes in Nordamerika zeige, wie störanfällig zentralisierte Netze sind und wie gefährlich es sei, gegen die Hitze mit immer mehr Klimaanlagen anzugehen.

Wie wetterempfindlich RWE, EON & Co sind, wurde in den letzten Wochen an zwei Dingen deutlich: Viele Atomkraftwerke mußten wegen zu heiß werdenden Kühlwassers ihre Leistung drosseln. Aber etwas zweites entging großen Teilen der Öffentlichkeit: Auch bei den ohne diese Kühlwasserprobleme mit 100 Prozent Kraft weiterlaufenden Atomkraftwerken sank infolge hitzebedingter Wirkungsgradverluste die Stromerzeugung. So fiel im größten deutschen Kraftwerk, dem zwischen Ulm und Augsburg liegenden AKW Gundremmingen, die Stromerzeugung um mehr als 50 Megawatt. Dies entspricht zum Vergleich etwa der Hälfte des Stromverbrauchs in der 260.000 Einwohner Stadt Augsburg.

Es sei daher Zeit, dass aus Klimaschutzgründen alle neu gebauten Häuser mit einer Solaranlage für die Warmwassererzeugung ausgestattet werden. Die nordschwäbische Gemeinde Wittislingen mit dem Bürgermeister Reinhold Sing erzwingt dies mit sanftem Druck und 100 Prozent Erfolg. Eigentlich sei es Zeit, dies auch gesetzlich vorzuschreiben. In gut konstruierten Häusern wird sowohl die Wärmestrahlung genutzt als auch übermäßige Sonnenstrahlung abgeschattet. Dies sollte genauso wie eine gescheite Wärmedämmung Stand der Technik werden.

Interessant wird dank technischer Fortschritte langsam die Stromerzeugung mittels Photovoltaik. Das Leistungs-Preis-Verhältnis verbessere sich seit vielen Jahren um circa fünf Prozent pro Jahr. Das Forum fordert, persönlich und politisch zu lernen und dauerhaft tragfähige Lehren aus Klimawandel und Stromproblemen zu ziehen.

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