Haftung bei Schiffsunfällen
Die Verantwortlichen der Tankerhavarie vor Pakistan sollten für Schäden haften
Aufgrund der günstigen Meeresströmung wurden die sensiblen Mangrovenwälder, ein besonders artenreicher Lebensraum, in dem viele Fische laichen, bislang verschont. Auch die nahe gelegenen Brutgebiete der Meeresschildkröten sind nach Auskunft des WWF Pakistan nicht betroffen. Die Gefahr noch schlimmerer Schäden sei aber keineswegs gebannt. Der Ölteppich treibt jetzt nach Osten in Richtung Indus Delta.
Nach Einschätzung des WWF werden sich solche Katastrophen wiederholen, solange das Verursacherprinzip auf See nicht konsequent durchgesetzt werde. Die Umweltschützer fordern, international einheitlich eine nach oben unbegrenzte Haftpflicht für den Seetransport. Damit sollen sämtliche Umweltschäden von den Verursachern selbst, also von den Ölgesellschaften und ihren Versicherern, beglichen werden. Bislang zahlen die Versicherungen der Schiffe in der Regel nur einen Bruchteil der anfallenden Kosten. Nach Einschätzung des WWF werde durch den Zwang zu vollem Schadensersatz das Risiko für die verantwortlichen Firmen so groß, dass sie selbst endlich alle Anstrengungen unternehmen, um solche Schäden zu vermeiden. "Es ist ein Unding, dass sich Reeder und Ölgesellschaften eine goldene Nase verdienen und die Allgemeinheit immer wieder die Kosten für die Beseitigung der Umweltschäden trägt," so WWF-Meeresexperte Hans-Ulrich Rösner.
Die Reinigung der spanischen Atlantikküste nach der Havarie des Tankers Prestige im vergangenen Herbst hat einer jetzt vorgelegten Studie mehr als zwei Milliarden Euro gekostet. "Die Summe verdeutlicht, dass eine komplette Haftpflichtversicherung für Öltanker überfällig ist," so Rösner. Das Öl müsse auch in unzugänglichen Bereichen eingesammelt und fachgerecht entsorgt werden, damit sich die Natur so gut wie möglich erholen könne.
Der Fall der 1989 vor Alaska havarierten "Exxon Valdez" könne als Vorbild dienen: Exxon musste damals mehrere Milliarden Dollar zahlen, um den entstandenen Schaden ausgleichen. Der Präzedenzfall hat Wirkung gezeigt: In den USA sind die von den Ölgesellschaften erwarteten Sicherheitsstandards viel höher.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 19. Aug. 2003 unter:
nachrichtenStichworte:
« Schiff mit Hilfslieferungen für Liberia gesunken
Bundeskanzler Schröder erfreut über Freilassung der Entführten in Mali »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
