Statt Kilometerpauschale
Nähe-Pauschale soll Kilometerfresserei beenden
Der "unbeabsichtigt mutige" Vorschlag der Bundesregierung, Berufspendlern erst ab dem 21. Kilometer Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz Steuererleichterungen zu gewähren, habe im Prinzip in die richtige Richtung gewiesen. Die Idee aus dem Finanzministerium schloss jedoch faktisch Fußgänger und Radfahrer von diesen Vergünstigungen aus. Die unmotorisierten Pendler legten nicht mehr als 20 Kilometer zum Arbeitsplatz zurück. Ihre Entscheidung, einen Wohnort nahe dem Arbeitsplatz zu finden, sollte nach Ansicht des Verbandes jedoch unterstützt werden. Das nütze auch der Staatskasse: Folgeschäden an Umwelt und Infrastruktur fielen praktisch nicht an.
Laut den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes im Rahmen des Mikrozensus haben immer noch mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen einen Weg unter zehn Kilometer zurückzulegen. "Diese Gruppe gilt es zu fördern", meint Umkehr.
Mit der Entfernung steigt der Anteil der Gutverdienenden, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Mit einer Zunahme des Verdienstes werden längere Wege nicht nur in Kauf genommen, sondern eher auch angestrebt, da nur so höhere Einkommen erzielt werden können. "Diese Mehrverdienenden bedürfen keiner Unterstützung durch den Staat", so der Verband.
Schließlich leiden nach einer Untersuchung des Bundesfamilienministeriums Partnerschaft und Familie unter dem durch die langen Arbeitswege hervorgerufenen Zeitmangel. Eine Kurze-Wege-Pauschale, argumentiert Umkehr, würde also nicht nur den Staatshaushalt entlasten und umweltgerechtes Verhalten fördern, sondern auch die Nähe in mehrfacher Hinsicht begünstigen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 21. Aug. 2003 unter:
nachrichtenStichworte:
« Krankenkassen subventionieren Straßenverkehr
Gewerbesteuerreform entlastet nur Großunternehmen »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
