Täglich fast 17 Auto-Tote
Krankenkassen subventionieren Straßenverkehr
Anlässlich der am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt vorgestellten Verkehrsunfallzahlen verlangte die Allianz pro Schiene von der Bundesregierung, "das sicherste motorisierte Verkehrsmittel, die Bahn, gezielt zu stärken und das gefährlichste gezielt zu bremsen". Die zurückgehenden Unfallzahlen im 1. Halbjahr 2003 seien "kein Grund zur Entwarnung", so Flege.
Neben der gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht gesunkenen Zahl der Verkehrstoten dürfe nicht vergessen werden, dass jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt würden. "Dank des medizinischen Fortschritts überleben heute mehr Menschen einen Verkehrsunfall, doch viele leiden bis an ihr Lebensende an Behinderungen", betonte der Geschäftsführer des Schienenbündnisses.
Die Allianz pro Schiene verwies auf die enormen Kosten, die Straßenverkehrsunfälle der Allgemeinheit aufbürden und verlangte, die Unfallkosten des Verkehrs den Verursachern anzulasten. Flege: "Angesichts leerer Gesundheitskassen und steigender Krankenkassenbeiträge ist es ein Skandal, dass der Straßenverkehr ausgerechnet über die Krankenkassen subventioniert wird." Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer schlug vor, spezielle Versicherungen für Verkehrsteilnehmer auszuweiten, um die Krankenkassen zu entlasten.
Die Allianz pro Schiene beruft sich dabei auf den rot-grünen Koalitionsvertrag, in dem es heißt, dass sich die Preise der Mobilität nach den verursachten Kosten richten sollen. "Nur so kommt der systembedingte Sicherheitsvorteil der Schiene zum Tragen, Bahnfahrer würden auch finanziell belohnt", sagte Flege.
Die Allianz pro Schiene ist ein Zusammenschluss von 16 Non-Profit-Organisationen und 34 Wirtschaftsunternehmen zur Förderung des Schienenverkehrs.
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Am 21. Aug. 2003 unter:
nachrichtenStichworte:
« Handelsabkommen gefährdet Verbraucherinformation
Nähe-Pauschale soll Kilometerfresserei beenden »

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