Beruf und Kinder oft schlecht vereinbar

Teilzeit macht Mütter glücklich

Kinder machen glücklich - aber nur unter den richtigen Umständen dauerhaft. Die Geburt des ersten Kindes geht fast immer mit einem Anstieg der Lebenszufriedenheit der Mütter einher. Doch dieser Effekt hält meist nicht lange an. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Wochenbericht 35/2003 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW Berlin. Bereits ein Jahr nach der Geburt ist ihre Lebenszufriedenheit wieder gesunken. Teilzeiterwerbstätige Mütter sind dabei am zufriedensten - auch im Vergleich mit nichterwerbstätigen. Vollzeiterwerbstätige Mütter sind dagegen am wenigsten mit ihrem Leben zufrieden. Die Wirtschaftsforscher kritisierten, dass insbesondere Frauen mit Hochschulabschluss nur schlechte Möglichkeiten haben, Beruf und Kinder zu vereinbaren.

Bei einer weiteren Geburt ist die Lebenszufriedenheit im allgemeinen geringer, ganz besonders im Falle von vollzeitbeschäftigten Müttern. In Ostdeutschland sind die Mütter mit ihrem Leben erheblich weniger zufrieden als in Westdeutschland.

Bedenklich erscheint dem DIW, dass 40 Prozent aller Frauen mit einer (Fach-)Hochschulausbildung in kinderlosen Haushalten leben. Offenbar fällt es ihnen besonders schwer, ihre beruflichen Anforderungen und Ambitionen mit den Erfordernissen und Erwartungen an die Mutterschaft zu vereinbaren. Es wird deutlich, dass Deutschland noch nicht auf eine gleiche Teilhabe von Müttern und Vätern in Beruf und Familie eingestellt ist. "Eine moderne Familienpolitik, die erfolgreich sein will, sollte im Rahmen einer Gleichstellungspolitik erfolgen", fordern die Wirtschaftsforscher.

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