Titel zu teuer

US-Webradios verklagen Musikindustrie

Die Webcaster Alliance, eine Vereinigung von Betreibern US-amerikanischer Webradios, hat eine Klage gegen die US-Musikindustrie RIAA und ihre führenden Mitglieder eingereicht. Sie werfen der RIAA vor, mit wettbewerbsfeindlichen Bedingungen die kleineren kommerziellen Webradios vom Markt zu drängen und damit dem gesamten Musik-Markt zu schaden. Die Beschuldigung der Webcaster Alliance geht von einer vermeintlich illegalen Vereinbarung zwischen der RIAA und verschiedenen Webradios vom Dezember 2002 aus, die den Wettbewerb schädige. Unter diesem Deal leide Independent-Musik, die mit dem RIAA-Material konkurriert. Die Webcaster Alliance plädiert für eine Abschaffung der Lizenzgebühren, die momentan noch sieben Cent pro gespieltem Titel und Nutzer betragen.

"Die Aktionen der RIAA haben den Effekt, die komplette Sparte der unabhängigen Webradios zu zerstören, die für Wahlfreiheit und Vielfalt der Internet-Radio-Hörer steht", so Ann Gabriel, Präsidentin der Webcaster Alliance. "Es ist Zeit, die RIAA für jahrelanges Manipulieren einer ganzen Industrie verantwortlich zu machen, womit sie das Wachstum von Independence-Musik ersticken und die Kontrolle über Internet-Content und Vertriebswege erlangen wollte", so Gabriel weiter. Die rücksichtslosen Kampagnen der RIAA hätten außerdem den verheerenden Effekt, die Hoffnungen und Träume von Tausenden unabhängigen Internet-Radio-Sendern zu zerstören.

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