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WTO verzögert Entscheidung über billige Medikamente

Entwicklungsländer

Die Welthandelsorganisation WTO sorgt erneut für Zeitverzögerungen bei der Entscheidung über die Lieferung billiger Medikamente für Länder der Dritten Welt. Das berichtet BBC-Online am heutigen Freitag. Die WTO-Mitgliedsstaaten hätten dem Deal, der bereits vor mehr als zwei Jahren hätte zustande kommen sollen, bereits zugestimmt. Knapp vor dem Unterzeichnen des Vertrages gab die WTO bekannt, dass nun erst weitere Untersuchungen folgen müssen, so WTO-Sprecher Keith Rockwell.

Am 27. August war eine prinzipielle Einigung zwischen den USA, Brasilien, Indien, Südafrika und Kenia in Genf erfolgt. Einen Tag später stimmten die 141 WTO-Mitgliedsstaaten zu. In der Vereinbarung geht es darum, dass die Entwicklungsländer Zugriff auf billige Medikamente haben. Viele dieser Präparate sind patentiert, daher können sie ohne Zustimmung der Hersteller nicht nachgemacht werden. Für viele Entwicklungsländer sind die Medikamente lebensnotwendig, da sie gefährliche Krankheiten und Seuchen ausrotten sollen.

Nach dem Drängen verschiedener Organisationen hatte die WTO zugestimmt, dass einzelne Medikamente nachgemacht werden dürfen. Im Dezember 2002 hatten jedoch die USA den Deal blockiert. Die Angst, dass die billigen Medikamente den Wettbewerb verzerrten oder über Umwege in reiche Länder gelangen könnten, hätten das Abkommen offensichtlich behindert, so BBC-Online.

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