Gefälscht

JU-Chef legt sein Amt nieder

In der Affäre um gefälschte CSU-Aufnahmeanträge hat der Chef der Jungen Union in München, Rasso Graber, sein Amt am Freitag vorläufig niedergelegt. Dieser Schritt sei kein Schuldeingeständnis, betonte Graber in einer am Vormittag verbreiteten Erklärung. Im Laufe der vergangenen Tage habe er allerdings den Eindruck gewonnen, "dass dieser Schritt notwendig geworden ist, um Schaden von der CSU abzuwenden".

Vor allem bestehe durch die öffentliche Diskussion die Gefahr, dass der Neustart der Münchner CSU unter der neuen Bezirksvorsitzenden Monika Hohlmeier, behindert werde. Ausschließlich wegen dieser beiden Gründe habe er sich entschlossen, sein Amt ruhen zu lassen.

Der JU-Chef war nach mehrmonatigen Recherchen der Staatsanwaltschaft über mögliche massive Unregelmäßigkeiten bei einer Aufstellungswahl im Münchner CSU-Ortsverband Perlach wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ins Visier der Ermittler geraten. In der vergangenen Woche wurde Grabers Wohnung durchsucht und Unterlagen sichergestellt.

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