WTO-Verhandlungen
Entwicklungsländer brauchen Taten statt hohler Versprechen
Peter Fuchs, Handelsexperte von WEED sagte: "Hinter der Politik der EU und anderer Befürworter eines WTO-Investitionsabkommens verbirgt sich eine ungeheure Doppelzüngigkeit: In der Vergangenheit nutzten nämlich Industrie- und Schwellenländer Instrumente zur Regulierung ausländischer Direktinvestitionen systematisch aus - genau dies aber wollen sie nun den Entwicklungsländern verbieten!"
"Die Botschaft der Studie ist eindeutig", so Marita Wiggerthale von Germanwatch, "Ein multilaterales Investitionsabkommen in der WTO ist gegen die Interessen der Entwicklungsländer gerichtet! Wir müssen alle Kräfte mobilisieren, um in Cancún ein solches Abkommen zu verhindern."
Die Autoren der Studie, der Ökonom Ha-Joon Chang von der Universität Cambridge und Duncan Green von der Entwicklungsorganisation CAFOD, belegen ihre These, dass ein neues WTO-Investitionsabkommen schädlich für Entwicklungsländer sei, anhand eines detaillierten historischen Überblicks über erfolgreiche Entwicklungsprozesse. Diese seien niemals auf Basis völlig liberalisierter Investitionspolitik erfolgt, sondern waren geprägt vom intelligenten Einsatz verschiedener Instrumente zur Einschränkung, Regulierung und auch selektiven Förderung ausländischer Direktinvestitionen.
Nach dem Motto "aus der Geschichte lernen" warnen sie Entwicklungsländer nun vor den Gefahren eines WTO-Investitionsabkommen. Dieses würde wirtschaftspolitische Spielräume empfindlich einschränken und es schwächeren WTO-Mitgliedern erschweren, ihre nationalen Industrien aufzubauen. Die Studie ist für vier Euro zu bestellen bei: WEED, Torstraße 154, 10115 Berlin, Tel. 030-275 821 63, E-mail: weed@weed-online.org oder Germanwatch, Dr. Werner-Schuster-Haus, Kaiserstraße 201, 53113 Bonn, Tel. 0228-60492-0, info@germanwatch.org.
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Am 01. Sep. 2003 unter:
arbeitStichworte:
« EU und USA streiten um Zulassung von Gen-Pflanzen
Materialien für kleine Regenbogenkämpfer in zwei Mappen erschienen »

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