Cancún
Versprechungen der USA zur Entwicklungshilfe sind "Mogelpackung"
Die Forderungen der vier westafrikanischen Regierungen Burkina Faso, Bénin, Tschad und Mali bei der WTO sind gegen die Baumwollsubventionen der USA und EU gerichtet. Ähnlich wie den Themen Trips & Gesundheit gelten sie als Testfall für die Berücksichtigung von Entwicklungsanliegen. Die insgesamt knapp 4 Milliarden US-Dollar Baumwollsubventionen - davon allein 3 Milliarden US-Dollar gezahlt in den USA, 980 Millionen US-Dollar gezahlt in der EU - drückten den Weltmarktpreis, so die Kritik. Zwischen 1997 und 2002 war er um 39 Prozent gefallen. Leidtragende seien die afrikanischen Baumwollbauern und die Volkswirtschaften der betroffenen Länder, die in hohem Maße von den Einnahmen aus der Baumwollproduktion abhingen.
Im Kern gehe es beim Baumwoll-Streit um die Frage, ob die Welthandelsorganisation auch die Interessen der armen Länder wirkungsvoll gegen die Supermächte verteidigen könne. Die Industrieländer stünden bei der bevorstehenden Ministerratstagung unter Beweiszwang. Sie haben versprochen, dass die Entwicklungsbedürfnisse der armen Länder im Mittelpunkt stehen sollen. "Die Industrieländer überschlagen sich zu Beginn dieser Handelstagung mit Bekenntnissen, sich für die Entwicklungsländer einzusetzen," so die Handelsexpertin von Germanwatch Marita Wiggerthale in ihrer Beobachterfunktion aus Cancún. "Aber sie kneifen, wenn es um wirksame, substantielle Zugeständnisse für Entwicklungsländer geht, die ihnen selbst echte Anpassungen abfordern."
Am Montag, den 8. September, hatte die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul öffentlich die Anliegen der vier westafrikanischen Staaten unterstützt. In einer Veranstaltung zusammen mit den vier westafrikanischen Handelsministern wurde die Bedeutung des Baumwollsektors und die dramatischen Auswirkungen für die jeweiligen Länder veranschaulicht.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 10. Sep. 2003 unter:
nachrichtenStichworte:
« Argentinien zahlt kein Geld an den IWF
EU-Bestimmungen bremsen Handel mit Entwicklungsländern »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
