Jahrestagung von Weltbank/IWF
Berichte zum Menschenrecht auf Bildung und Gesundheit fordern Hilfe
Der Bericht "Doing the rights thing?" beschäftigt sich vor allem mit den Rechten von Kindern auf Bildung und Gesundheitsversorgung. In Bezug auf die Einhaltung dieser Rechte müsse die Weltbank, der weltweit größte Investor für Bildung und Gesundheit, enger mit den armen Ländern zusammenarbeiten, so der Bericht. Die Studie zu HIV/Aids unterstreicht die Notwendigkeit einer massiven Unterstützung der von Aids betroffenen Länder durch die OECD-Staaten.
In dem Bericht heißt es, dass für einen wirksamen Kampf gegen HIV/Aids pro Jahr so viel Geld benötigt werde wie reiche Nationen in nur wenigen Tagen für militärische Zwecke ausgäben. Der Bericht empfiehlt eine massive Aufstockung der Gelder für die HIV/Aids-Prävention sowie für Aids-Waisen und gefährdete Kinder. Er empfiehlt ferner, dass alle von den aidsbetroffenen Ländern zu erstellenden Strategie-Papiere zur Armutsbekämpfung (PRSP) die HIV/Aids-Problematik vorrangig behandeln sollten und dass es für diese Länder eine flexiblere Handhabung des Entschuldungsprozesses geben solle.
Als Teil der Jahrestagung organisiert WORLD VISION gemeinsam mit der Bank zwei Workshops: Der erste (am 20.09.) hat HIV/Aids und seine langfristigen Folgen zum Thema. Dabei geht es u.a. um die Zukunft der Aids-Waisen und der durch HIV/Aids gefährdeten Kinder. Das zweite Seminar (23.09.) beschäftigt sich mit den Menschenrechten der Armen. In beiden Workshops wird die Verantwortung und Arbeit der Weltbank kritisch beleuchtet. Neben Weltbank-Vertretern sprechen seitens WORLD VISION u.a. Canon Gideon Byamugisha, HIV-infizierter Priester und HIV/Aids-Aktivist aus Uganda, sowie Lobbyist und Menschrechtler Alain Whaites.
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