Fluktuation ist teurer

Familienfreundlichkeit bringt Firmen einen Kostenvorteil

Familienfreundliche Maßnahmen rechnen sich für Unternehmen. Selbst mittelständische Firmen können so mehrere 100 000 Euro sparen, geht aus einer am Dienstag von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) in Berlin vorgelegten Prognos-Studie hervor.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse ergab für ein beispielhaftes Unternehmen mit 1500 Mitarbeitern einen Kostenvorteil von 75 000 Euro. Der Nutzen entsteht, weil der Aufwand etwa für Wiedereinstiegsprogamme für Eltern, Teilzeitangebote, Telearbeit, flexible Arbeitszeiten sowie Unterstützung der Kinderbetreuung geringer ausfällt als Überbrückungs- und Fluktuationskosten sowie der Aufwand für Fehlzeiten.

Schmidt verwies ergänzend darauf, dass bereits in wenigen Jahren viele Firmen qualifizierte Fachkräfte, darunter auch Frauen, suchen werden. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Georg Ludwig Braun, betonte, Frauen seien "mindestens" so gut qualifiziert wie Männer.

Für die Studie wurden zehn mittelständische Firmen mit Belegschaften zwischen 150 und 13 000 Beschäftigten unter die Lupe genommen. Eine zweite Prognos-Studie über die Familienfreundlichkeit von Großunternehmen befindet sich in Arbeit.

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