Atomwaffen
Ausgaben für nukleare Aufrüstung steigen
Über 16.000 Atomsprengköpfe befänden sich heute noch einsatzbereit in den Arsenalen der Streitkräfte, vor allem in den USA und Russland. Weitere 15.000 Sprengköpfe würden in Reserve gehalten oder seien eingemottet.
"Die Atommächte sind ihrer Verpflichtung aus dem Atomwaffensperrvertrag zur vollständigen nuklearen Abrüstung nicht nachgekommen", so Wulf. Die amerikanische Regierung rücke nach Wulfs Worten Atomwaffen wieder in den Mittelpunkt ihrer Außen- und Sicherheitspolitik. "Nach einer gründlichen Analyse der Nuklearstrategie wollen die USA so genannte 'Mininukes', wie beispielsweise Bunkerknacker, entwickeln lassen. Diese Atomwaffen sollen so verkleinert werden und ihr Fallout soll durch die Verwendung abgereicherten Urans so reduziert werden, dass Atomwaffen wie 'normale' Waffen eingesetzt werden können. Der atomare Krieg erscheint wieder führbar", sagt Wulf.
Seit 1990 hätten, so der Abrüstungsexperte, fünf Millionen Menschen ihr Leben in Kriegen verloren. Wulf fordert, die Rolle der Vereinten Nationen zu stärken. "Der Schutz des Menschen, nicht die Verteidigung von Regierungen und Ländern oder die Eroberung von Ölquellen, muss Ziel von Sicherheits- und Friedenspolitik sein", schreibt er. "Die Geschichte wiederholt sich zwar nicht, doch ich wage die Prognose, dass, wie in der Geschichte der Menschheit schon immer - ob im römischen Reich oder im britischen Empire, auch im Falle der USA die Dominanz des Imperiums jene Gegenkräfte hervorbringt, die es letztlich zu Fall bringen."
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Am 17. Okt. 2003 unter:
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