Creutzfeld-Jakob-Krankheit

Neue Erkenntnisse zur BSE-Infektion

Wissenschaftler aus Göttingen, Zürich, Chicago und Berlin haben neue Erkenntnisse zu einem möglichen Infektionsweg bei Prionenerkrankungen wie BSE und Creutzfeld-Jakob gesammelt. Es sei gelungen, follikuläre dendritische Zellen (FDC) und deren Ort innerhalb der Milz während der Infektikon mit Prionen als essentielle Elemente des Infektionsweges zu beschreiben, sagte Marco Prinz vom Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen, der die Studie leitete. "Damit zeigen wir spezifische Zellkompartimente als zukünftige therapeutische Angriffspunkte auf", erklärte der Forscher.

Bekannt sei, dass es nach einer peripheren Aufnahme der infektiösen Prionen zu einer Vermehrung der Prionen in lymphoiden Organen wie Lymphknoten und Milz komme. Wie diese dann zum Gehirn gelangen ist bisher ungeklärt. In ihren Untersuchungen haben die Wissenschaftler im Mausmodell die Struktur und damit die Funktion von Milzen so verändert, dass sich die für die Entstehung der Milzstrukturen (Keimzentren) wichtige B-Zellen nicht mehr an normaler Position, sondern in direktem Kontakt zu so genannten spezialisierten Zellen, den follikulären dendritischen Zellen (FDC), befinden.

Durch diese direkte Nachbarschaft stelle sich heraus, dass die Prionen wesentlich schneller ins Gehirn gelangten als vorher. Dieser Prozess könne durch Antikörpergabe gehemmt und durch Knochenmarksaustausch verändert werden.

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