Nicht akzeptiert
Gentech-Produzent Monsanto schließt Niederlassungen
"Wir begrüßen diese Entscheidung. Die Gentech-Konzerne verlassen das sinkende Schiff. Sie müssen endlich akzeptieren, dass die Verbraucher in Europa genmanipulierte Produkte mehrheitlich ablehnen und sie sich nicht aufzwingen lassen wollen", sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace.
Die Nachricht über Schließungen von Monsanto fällt zusammen mit der Veröffentlichung von Ergebnissen der britischem Royal Society (Akademie der Wissenschaften), die im Regierungsauftrag Anbauversuche mit genmanipulierten Pflanzen im Vergleich zum Anbau auf konventionellen Feldern ausgewertet hatte. Auf Grund des öffentlichen Drucks startete die britische Regierung 1999 ein vierjähriges Projekt, um die Risiken der Gentechnik auf Flora und Fauna in der Landwirtschaft zu erforschen. Jetzt sei es amtlich: Der Anbau von gentechnisch veränderten Zuckerrüben und von Raps berge Gefahren für die Umwelt, so Greenpeace. Die Untersuchungsergebnisse zu Gen-Mais seien allerdings noch umstritten.
"Europäische Regierungen dürfen diese Ergebnisse nicht ignorieren. Auch die deutsche Bundesregierung darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen und muss den Anbau von genmanipulierten Pflanzen sofort unterbinden. In Europa haben wir jetzt noch die Chance, den Geist in der Flasche zu halten" sagt Brendel.
Das Projekt der britischen Regierung hätte nur einen kleinen Teil der möglichen Risiken von Gen-Pflanzen untersucht, so der Hinweis. So wurde zum Beispiel nicht untersucht, welche Gefahren mit der Auskreuzung genmanipulierter Pflanzen verbunden sind. Auch Risiken für die menschliche Gesundheit hätten keine Berücksichtigung gefunden. Generell fänden diese Gefahren in der Forschung kaum Beachtung. Die Wissenschaft beschäftige sich überwiegend mit agro-ökonomischen Untersuchungen wie mit der Ertragsleistung.
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Am 17. Okt. 2003 unter:
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