Griechenland
Brandanschlag auf Fernsehjournalistin verübt
Sie recherchierte für einen Bericht über die terroristische Vereinigung "17. November". Am Abend des 29. September warfen zwei Motoradfahrer eine selbsgebastelte Bombe auf die Eingangstür. Der Molotow-Cocktail entzündete sich, ein Feuer brach aus und verursachte Sachschaden. Anti-Terroreinheiten der Polizei haben Ermittlungen eingeleitet.
Reporter ohne Grenzen gegenüber gab Panayotarea an, sie sei in der Vergangenheit wiederholt bedroht worden. Die Journalistin des privaten Fernsehsenders Alpha sagte, sie habe in den vergangenen Wochen wiederholt anonyme Anrufe erhalten. Außerdem habe sie das Gefühl gehabt, verfolgt zu werden. Ihren Aussagen nach steht der Anschlag auf ihre Wohnung im Zusammenhang mit ihren Recherchen zur terroristischen Vereinigung "17. November".
Die Berichterstattung der Medien über die Zerschlagung der terroristischen Vereinigung "17. November" hatte in Griechenland Diskussionen ausgelöst. Die Gruppe wird seit 1975 dafür verantwortlich gemacht, mehr als 20 griechische und ausländische Persönlichkeiten getötet zu haben. Der Presse wurde vorgeworfen, die Position der Regierung unkritisch zu übernehmen und zum Denunziantentum aufzurufen.
Mehrere Journalisten waren im vergangenen Jahr attackiert worden. Am 13. September 2002 hatten etwa 30 militante Anarchisten Fernsehjournalisten attackiert, die vor dem Athener Domizil des Anwalts zweier Angeklagter, vermutlich Mitglieder des 17. November, Filmaufnahmen machten. Am 26. September hatten Teilnehmer während einer Demonstration zur amerikanischen Botschaft in Athen einen Lieferwagen des privaten Fernsehsenders Mega beschädigt und mehrere Journalisten verletzt.
Am 2. Oktober attackierten etwa zwanzig militante Anarchisten die Athener Büros der Tagesszeitung Apogevmatini. Nikos Momfertos, Eigentümer der Zeitung, war 1985 von Terroristen des 17. November ermordet worden. Das Blatt hatte sich seitdem verstärkt für die Zerschlagung der Terroristengruppe eingesetzt.
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Am 02. Okt. 2003 unter:
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Kultur und Natur statt Kohlegrube in Lacoma gefordert »
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