Bahn bewegt sich nicht

Grüne wollen Fahrräder im ICE

Anlässlich der Vorstellung des Umweltberichtes der Deutschen Bahn am heutigen Montag weist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) darauf hin, dass die Bahn weiterhin die Fahrradmitnahme in ICE-Zügen verweigert. Urlaubern, die zur Anreise Rad und Bahn kombinieren wollen - und damit die umweltfreundlichste Art des Urlaubs wählten - schneide die Bahn attraktive Verbindungen ab. Der grüne Verkehrsexperte Albert Schmidt (MdB) sagte allerdings im Interview mit dem ADFC-Magazin Radwelt: "Sollte die Bahn sich hier nicht in Kürze auf die Kunden zu bewegen, müssten wir in Erwägung ziehen, im Allgemeinen Eisenbahngesetz eine gesetzliche Grundlage zu schaffen."

Mit seiner Forderung ist der ADFC nicht alleine: 16 Umweltverbände protestierten gemeinsam im März 2002 gegen die absehbare Einstellung der Radmitnahme im schnellen Fernverkehr. Politischen Druck dürfe Bahnchef Mehdorn jetzt auch aus dem Verkehrsministerium erwarten: Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) versprach beim Treffen mit der ADFC-Spitze Mitte September, alle Argumente bei der Bahn-Führung zur Sprache zu bringen. "Selbst in leeren Zügen fühlen sich die Bahn-Chefs wohl durch mögliche Urlaubsreisende mit Fahrrad gestört und zwingen sie in Auto oder Flugzeug.", so Karsten Hübener, ADFC-Bundesvorsitzender.

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