Hohe Ozonwerte auch in den nächsten Jahren
Sommer 2003 brachte Rekord-Ozonbelastung in Europa
Erst wenn der Ausstoß der so genannten Vorläufersubstanzen, aus denen bodennahes Ozon entsteht, massiv verringert wird, sei mit einer Besserung zu rechnen. Die Behörde erwartet dies bis zum Jahr 2010. Zwischen 1990 und 2000 sind die Emissionen der wichtigsten Ozon-Vorläufersubstanzen - Stickstoffoxide und flüchtige organische Nichtmethanverbindungen (NMVOC) - in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereits um etwa 30 Prozent gesunken. Die EU-Gesetzgebung, mit der ab 2010 einzuhaltende nationale Emissionshöchstgrenzen für diese und andere Schadstoffe festgelegt werden, soll eine weitere Reduktion um 30 Prozent bewirken.
Die Anzahl der Stunden, in denen während des Frühlings und Sommers die Ozonkonzentration an jeder Überwachungsstation über dem Grenzwert von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft lag, betrug 31 Stunden im EU-Durchschnitt und war somit so hoch wie nie zuvor. In Frankreich wurde die bisherige seine Höchstdauer, die vor neun Jahren gemessen wurde, um ein Drittel überschritten. Die am stärksten betroffenen Gebiete waren der Südwesten Deutschlands, die Schweiz, der Norden und Südosten Frankreichs, Belgien, Nord- und Mittelitalien sowie Zentralspanien. Diese Regionen zählen zu denjenigen, wo die Emission von ozonfördernden Schadstoffen durch den Verkehr und die Industrie besonders hoch liegt.
Im Gegensatz zur stratosphärischen Ozonschicht, die gegen gefährliche Sonnenstrahlung schützt, kann bodennahes Ozon erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen des Menschen verursachen und Ökosysteme, Kulturpflanzen und Materialien schädigen. Bodennahes Ozon entsteht, wenn die Vorläufersubstanzen mit Sonnenlicht reagieren. Hohe Temperaturen sorgen für eine Verschärfung der Situation, da sie zu einer erhöhten Emission von flüchtigen organischen Nichtmethanverbindungen aus Pflanzen und aus vom Menschen verursachten Quellen wie Lösungsmittel führen.
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Am 24. Okt. 2003 unter:
politikStichworte:
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