Modellprojekt gestartet

Bagger für lebendigen Rhein

Bagger starteten am Freitag das Projekt "Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln" des Naturschutzbundes NABU. Sie begannen in Duisburg-Rheinhausen, auf insgesamt 1,5 Kilometern das Steinkorsett des Rheins abzutragen. Mit 15 Modellprojekten zwischen Straßburg und den Niederlanden möchte der NABU demonstrieren, wie die größte Binnenwasserstraße Europas wieder mehr Raum für Flussnatur erhalten kann. "Von den entstehenden naturnahen Ufer- und Flussabschnitten werden nicht nur Tiere und Pflanzen des Rheins profitieren. Auch den Menschen wird an diesen Stellen wieder ein Naturerlebnis der besonderen Art ermöglicht", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der Titel "Fluss der tausend Inseln" erinnert an das, was den Strom einst prägte: Flachwasserzonen, malerische Buchten und Inseln. Nach den großen Erfolgen bei der "Entgiftung" des Rheins stelle heute der monotone Ausbauzustand den entscheidenden Engpass für einen lebendigen Fluss dar, so der NABU. Neben naturnahen Ufern stehen daher auch weitergehende Ziele wie wellengeschützte Flachwasserbereiche und dynamische Kiesinseln auf dem Programm. Die Projekte sollen Lösungen aufzeigen, wie die Vorgaben des Rheinprogramms 2020 und der EU-Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden können.

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