Welthunger kein Argument für Gentechnik
Experten: "Goldener Reis" lässt sich auch konventionell züchten
Ein Biotech-Experte der Firma Syngenta ließ jetzt verlauten, dass auch konventioneller Reis Beta-Karotin enthält. Bei bestimmten Varianten sei dies sogar mehr als beim Genreis. Durch wissenschaftliche Forschung und Zucht könne ein "Goldener Reis" völlig ohne gentechnische Maßnahmen hergestellt werden.
BBC-Umweltredakteur Alex Kirby verwies darauf, dass Goldener Reis keine Gesundheitsprobleme in den ärmsten Ländern lösen werde, da die Aufnahme von Beta-Karotin in den Körper an eine ausgewogene Diät mit vor allem salatartigen Gemüsen gebunden sei. Diese Anteile seien aber im Rahmen der monokulturellen Landwirtschaft seit den 60er und 70er Jahren stark zurückgegangen.
Auf die Frage, ob mit Sorten wie "Goldener Reis" die Welternährung gesichert werden kann, die von führenden Politikern in der Vergangenheit gestellt wurde, gibt es inzwischen klare Antworten. Dr. Richard Horton, Redakteur der britischen Wissenschaftszeitschrift The Lancet, wird von der BBC zitiert: "Eine technologische Lösung für das Hungerproblem bei der Biotechnologie zu suchen ist eine boshafte Irreführung der Öffentlichkeit - aus wirtschaftlichen Interessen." Und für die Seite der Wirtschaft stellt Steve Smith von Novartis Seeds klar: "Wenn Ihnen irgend jemand sagt, dass die Einführung von Genfood die Welt ernähren wird, sagen Sie ihm, dass das eine Lüge ist... Um die Welt zu ernähren bedarf es politischen und finanziellen Willens - das hat nichts mit Produktion und Vermarktung zu tun."
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Am 30. Okt. 2003 unter:
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