Gegen Walfang
DFB untersagt Walschützer Ortmüller erneut Island-Proteste
Anlässlich des EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Island am 11. Oktober forderte der hartnäckige Walexperte Jürgen Ortmüller den DFB auf, Protestaktionen zuzulassen, um die Demarchen der Regierungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der DFB-Pressesprecher Harald Stenger teilte Ortmüller daraufhin mit, dass der DFB am Spieltag "im Stadion und in dem Umfeld, in dem der DFB zuständig ist, keine Erlaubnis für eine Demonstration erteilen wird".
Ortmüller hatte bereits in einer polizeilich genehmigten Demonstration anlässlich des EM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer-Inseln, die durch dass Abtöten von jährlich bis zu 1000 Grind-Walen ebenfalls das Walfangverbot unterlaufen, in Hannover und vor der DFB Zentrale demonstriert, da er vom DFB ein Stadionverbot für das Färöer-Spiel erhalten hatte. Sat1 und der HR berichteten in ihren Nachrichten darüber. In verschiedenen Radiointerviews (Deutschlandfunk, HR, WDR) und über dpa konnte der Walschützer auf das Thema des verbotenen Walfangs aufmerksam machen.
Ortmüller ruft trotz der erneuten Absage des DFB am 11. Oktober in Hamburg zu einer Demonstration im Stadionbereich auf, um den verbotenen Walfang durch Island publik zu machen. Er bittet die deutschen Fans während des Spiels "whale murder" anzustimmen.
Ortmüller: "Die maßlose Arroganz und Ignoranz des DFB-Präsidiums gegenüber internationalen Beschlüssen zur Werterhaltung des maritimen Gleichgewichts beruht offenbar darauf, dass lediglich finanzielle Interessen im deutschen Fussball vor ethische Grundsätze und Moral gestellt werden. Mein erneutes Stadionverbot in Hamburg deutet auf die Angst des DFB hin, die Aufdeckung von Skandalen zuzulassen. Werbeslogans wie "Keine Macht den Drogen", die der DFB sich gut bezahlen lässt, werden dadurch zur Farce."
Es bestehe ein öffentliches und von den Regierungen unterstütztes Interesse, auf Missstände einzelner Staaten hinzuweisen, die den internationalen Beschlüssen nicht folgen. Auch der Fussball sei heute ein hilfreiches Instrument, um die Verständigung zwischen den Völkern zu fördern. Dazu gehöre selbstverständlich auch das für alle Menschen und Tiere erforderliche Gleichgewicht, welches den Fortbestand der Menschheit sichert. Nationalmannschaften im Sport, die ihr Land repräsentieren, könnten sich dem nicht entziehen, so Ortmüller.
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